Dienstag, 19. Juni 2018

BMU Pressedienst Nr. 125/18 -- Klimaschutz/Internationales

Berlin,19. Juni 2018

Klimaschutz/Internationales
Petersberger Klimadialog: Klimaschutz und Gerechtigkeit gehören zusammen
MinisterInnen wollen Klimakonferenz in Katowice zum Erfolg führen

Der neunte Petersberger Klimadialog ist mit einem klaren Bekenntnis zu
einer ambitionierten und sozialen Umsetzung des Pariser
Klimaschutzabkommens zu Ende gegangen. Die Vertreterinnen und Vertreter
aus 35 Staa-ten formulierten die klare Erwartung, dass bei der kommenden
Weltklima-konferenz in Katowice Ende des Jahres die Umsetzungsregeln für
das Pariser Abkommen beschlossen werden. Sie machten zugleich deutlich,
dass sie die anstehenden Veränderungen im Sinne einer „Just
Transition" sozial gerecht gestalten wollen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Klimaschutz und Gerechtigkeit
gehören zusammen, das ist eine wichtige Botschaft dieses Petersberger
Klimadialogs. Beim Klimaschutz stehen viele Volkswirtschaften vor großen
Umbauarbeiten. Die internationale Erfahrung zeigt: Je früher man sich auf
die Veränderungen einstellt, desto besser lassen sich Brüche vermeiden
und der gesellschaftliche Zusammenhalt erhalten. Dabei dürfen wir nicht
vergessen, dass es der Klimawandel selbst ist, der in vielen Regionen die
weitaus größte Bedrohung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist.
Dieser Petersberger Klimadialog war erst der Auftakt für eine
internationale Debatte über sozial gerechten Klimaschutz, bei der wir
noch viel voneinander lernen können"

Der polnische Umweltminister Henryk Kowalczyk unterstrich, dass die Annahme
des kompletten Umsetzungspakets des Pariser Klimaschutzabkommens bei der
Weltklimakonferenz in Katowice ein wichtiger Nachweis wäre für den
gemeinsamen Willen, mehr und schneller gemeinsam zu handeln. Die
Präsidentschaft, orientiert an den Vertragsstaaten, wird sicherstellen,
dass das Ergebnis der Konferenz alle Länder in eine friedliche,
nachhaltige Zukunft führt.

Staatssekretär Michal Kurtyka, designierter Präsident der 24.
Weltklimakonferenz in Katowice: „Die Menschen gehören in das Herz
unserer Politik. Das heißt, dass unsere Klimapolitik Vorteile für die
Gesellschaft und einen gerechten Wandel für alle Bürgerin-nen und
Bürger sicherstellen muss. Um Klimaneutralität zu erreichen, brauchen
wir sowohl Durchbrüche bei Klimaschutztechnologien, als auch eine bessere
Nutzung von Biosystemen als Kohlenstoff-Senken. Die Nutzung von
Technologien, die gerade reif werden, kann uns helfen, unsere
Langfristziele zu erreichen – so wie erneuerbare Energien,
Elektromobilität und die Digitalisierung."


Deutschland und Polen haben den neunten Petersberger Klimadialog als
Ko-Gastgeber ausgerichtet und unter das Motto „Changing together for a
just transition" gestellt. Das Thema „Just Transition" – der
sozial gestaltete Umbau hin zu einer klimafreundlicheren Volkswirtschaft
– stand damit erstmals prominent auf der Tagesordnung der
internationalen Klimadiplomatie. Es wurden zahlreiche Beispiele für
Strukturwandel, Neuqualifizierung von ArbeitnehmerInnen und neue
Klima-Jobs ausgetauscht. Auch Kommissionen zu Strukturentwicklung und
Klimaschutz sowie Dialogformate mit Sozialpartnern waren Thema der
Konferenz.

Ebenfalls im Zentrum der Gespräche stand die Vorbereitung der
Weltklimakonferenz in Katowice im Dezember. Dort sollen robuste
Umsetzungsregeln für das Pariser Klimaschutzabkommen beschlossen werden.
Außerdem findet dort die politische Phase des Talanoa-Dialogs statt,
einer Informationsgrundlage für die Vorbereitung der nationalen
Klimaschutzbeiträge. Denn bislang reichen die Beiträge noch nicht aus,
um die Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad, besser noch 1,5 Grad zu
begrenzen.
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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare
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Redaktion: Regine Zylka (verantwortlich), Nikolai Fichtner, Stephan Gabriel
Haufe, Maren Klein, Andreas Kübler und Nina Wettern

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