Donnerstag, 7. Juni 2018

BMU Pressedienst Nr. 114/18 -- Umwelt/Nanotechnologie

Berlin, 07. Juni 2018

Umwelt/Nanotechnologie
Schwarzelühr-Sutter: "Wir brauchen einheitliche Regeln für
Nanomaterialien und Nanoprodukte"
BMU startet den 12. Internationalen Nano-Behördendialog

Zum Schwerpunktthema „Regulation von Nanomaterialien" startet heute in
Berlin der 12. Internationale Nano-Behördendialog. Bei dem Treffen geht
es auch um den Regelungsbedarf für neuartige Materialien, die bei
3D-Druckverfahren, in der Robotik und zur Energiespeicherung eingesetzt
werden. An dem Dialog nehmen vom 07. bis 08. Juni 2018 60 Vertreterin-nen
und Vertreter aus Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutzbehörden,
Industrie sowie Wissenschaft und NGOs aus den deutschsprachigen Ländern
Österreich, Liechtenstein, Luxemburg, der Schweiz und dem diesjährigen
Gastgeberland Deutschland teil.

Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: „Wir
brauchen im europäischen Markt einheitliche Regeln für Nanomaterialien
und Nanoprodukte. Gemein-sam mit Österreich, der Schweiz, Liechtenstein
und Luxemburg leisten wir dazu eine wichtige Vorarbeit. Regulation
bedeutet nicht nur Rechtssicherheit, sondern ebenso
Investitionssicherheit. Das stärkt den Wirtschaftsstandort Europa. Bei
den sogenannten Schlüsseltechnologien, zu denen die Nanotechnologien
zählen, ist dies besonders drängend."

Im Zentrum der Konferenz steht die Regulierung von Nanomaterialien in den
Bereichen Arzneimittel- und Medizinprodukte, der Kosmetik- und Biozid
Verordnung sowie der gerade angepassten Chemikalien Verordnung REACH.
Notwendig vor allem ist eine einheitliche Definition von Nanomaterialien
in allen Regulierungen, um die Rechtssicherheit für Industrie und
Verbraucher zu gewährleisten. Die Vollziehbarkeit der bestehenden
Regulierungen durch dafür bereitgestellte Test- und Nachweismethoden ist
eine Notwendigkeit, die von allen Teilnehmenden unterstützt wird.
Weiterhin wird erstmals auf dem Behördendialog die Frage nach Regulation
von neuartigen Materialien, den sogenannten „advanced materials"
behandelt. Dazu zählen nach Meinung der Behörden vor allem die
Anwendungen, die nicht in den Definitionsbereich von Nanomaterialien
fallen. Die rasante und komplexe Entwicklung solcher neuartigen
Materialien soll mehr in den Fokus von Umwelt und Gesundheit rücken. 3 D
Druckverfahren, Robotik, Elektronik, Energiespeicherung sind nur einige
der vielfältigen Bereiche, in diese eingesetzt werden.

Der internationale Nano-Behördendialog ist eine alljährlich stattfindende
Dialog-Plattform der Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutzbehörden
sowie Industrie, Wissenschaft und NGOs aus den o.g. deutschsprachigen
Ländern. Ziel ist der informelle, grenzüberschreitende Informations- und
Erfahrungsaustausch zu aktuellen Themen rund um die Nano-Governance.
Die Ergebnisse des Nano-Behördendialogs sind Grundlage für die weitere
Diskussion des regulatorischen Handlungsbedarfs auf nationaler,
europäischer und internationaler Ebene.
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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare
Sicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Regine Zylka (verantwortlich), Nikolai Fichtner, Stephan Gabriel
Haufe, Maren Klein, Andreas Kübler und Nina Wettern

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