Freitag, 15. Juni 2018

BMU-PM: Petersberger Klimadialog 2018 legt Schwerpunkt auf Klimaschutz und Gerechtigkeit

BMU-Pressedienst Nr. 122/18
Berlin, 15. Juni 2018

Klimaschutz/Internationales
Petersberger Klimadialog 2018 legt Schwerpunkt auf Klimaschutz und
Gerechtigkeit
Rund 35 MinisterInnen aus aller Welt nach Berlin eingeladen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze und der designierte Präsident der
nächsten Weltklimakonferenz in Kattowitz, der polnische Staatssekretär
Michal Kurtyka, haben für den 18. und 19. Juni rund 35 Ministerinnen und
Minister aus allen Teilen der Welt zum Petersberger Klimadialog nach
Berlin eingeladen. Unter dem Motto „Changing together for a just
transition" legt das Treffen erstmals einen ausdrücklichen Schwerpunkt
auf soziale Aspekte des Klimaschutzes. Am Dienstag werden Bundeskanzlerin
Angela Merkel und der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki zu den
Delegierten sprechen.

Der Begriff „Just Transition" beschreibt einen gerechten Umbau der
fossilen Wirtschaft in eine nachhaltige Wirtschaft. Wie man diesen Umbau
sozial gestalten kann, ist Thema einer Sitzung am Montagvormittag. Zu Gast
sein wird dann auch eine Vertreterin des Internationalen
Gewerkschaftsbundes ITUC.

Weiteres Thema ist die Vorbereitung der 24. Weltklimakonferenz im Dezember
in Kattowitz. Zusammen mit der polnischen Präsidentschaft werden die
Delegierten beraten, wie ein ausgewogenes Konferenzergebnis aussehen
könnte. In Kattowitz sollen die Umsetzungsregeln des Pariser
Klimaschutzabkommens beschlossen werden, die zum Beispiel die Beiträge
der einzelnen Staaten messbar und vergleichbar machen.

Das Thema Klimafinanzierung wird ebenfalls ausführlich behandelt. Auch
hier geht es um Gerechtigkeit – nämlich die Unterstützung der
Entwicklungsländer durch die Industrieländer. Die Industrieländer haben
den Großteil des CO2 in der Atmosphäre zu verantworten, die
Entwicklungsländer leiden meist am stärksten unter den Folgen des
Klimawandels. Eine der Frage in den Gesprächen ist, wie diese
Unterstützung möglichst effektiv, glaubwürdig und vorhersehbar
gestaltet werden kann.

Am Dienstag geht es neben den Reden der Bundeskanzlerin und des polnischen
Premierministers um den sogenannten Talanoa-Dialog. Dieses Format soll die
Staaten dazu motivieren, bis 2020 ihre Klimaschutzbeiträge zu
überprüfen und auf der Weltklimakonferenz in Kattowitz im Dezember dazu
ein deutliches politisches Signal zu senden. Denn wenn die
Weltgemeinschaft wie in Paris vereinbart den gefährlichen Klimawandel
abwenden will, reichen die aktuellen Klimaziele der Staaten noch nicht
aus.

Die Bundesregierung veranstaltet den Petersberger Klimadialog seit 2010. Im
ersten Jahr fand er auf dem Petersberg bei Bonn statt. Das Treffen hat
sich inzwischen als wichtiger Termin in der internationalen
Klimadiplomatie etabliert. Die Treffen finden im informellen Stil statt,
um eine offene Debatte zu fördern. Ko-Vorsitzender ist jeweils das Land,
das der nächsten Weltklimakonferenz vorsitzt.
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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare
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Redaktion: Regine Zylka (verantwortlich), Nikolai Fichtner, Stephan Gabriel
Haufe, Maren Klein, Andreas Kübler und Nina Wettern

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