Freitag, 18. Mai 2018

Ottmar von Holtz: Alle Jahre wieder Ebola: Entschieden handeln und nachhaltige Gesundheitsversorgung aufbauen

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19. WP - 18.05.2018

 

Alle Jahre wieder Ebola: Entschieden handeln und nachhaltige Gesundheitsversorgung aufbauen
 
Zur Ebola-Krise in der Demokratischen Republik Kongo erklärt Ottmar von Holtz, Obmann im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:
 
Das Ebola Virus breitet sich aus in der Demokratischen Republik Kongo und die Angst vor einer weiteren Epidemie steigt. Vor drei Jahren hielt die ganze Welt monatelang den Atem an, als der letzte große Ebola-Ausbruch in Westafrika rund 11.000 Menschenleben gefordert hat. Die Region erhielt kurzfristig hohe finanzielle Mittel zur Eindämmung der Krise. Als das Schlimmste überstanden war, klang die Aufmerksamkeit für die Region wieder ab. Aus den Erfahrungen wurden anscheinend keine Konsequenzen gezogen: Es wurden keine großflächigen strukturellen Veränderungen in der örtlichen Gesundheitsversorgung und Aufklärung angestoßen und unterstützt.  Dabei müssen solche Krankheiten präventiv verhindert werden; wir dürfen nicht erst reagieren, wenn der Ausbruch längst da ist. Es gilt, erneute Ausbrüche und vor allem eine flächendeckende Verbreitung zu verhindern.
 
Die Bundesregierung sollte ihre finanziellen Mittel nutzen, um  Länder bei dem Aufbau von zuverlässigen Gesundheitssystemen zu unterstützen. Es gilt, Krankenstationen zu bauen, medizinisches Personal auszubilden, in den Schulen aufzuklären und hygienische Sanitäranlagen aufzubauen. Diese gesundheitliche Krise in der Demokratischen Republik Kongo bedeutet eine zusätzliche Last für die Bevölkerung, die in vielen Regionen von schrecklichen bewaffneten Konflikten gebeutelt ist. Es ist schrecklich, dass die vielen zivilgesellschaftlichen Bemühungen um eine Lösung der politischen Probleme im Land durch solche Krisen zusätzlich geschwächt werden.
 
Da die Seuche jetzt aber nun mal bereits ausgebrochen ist, muss die Bundesregierung alles daran setzen, sie so schnell wie möglich einzudämmen. Die WHO warnt seit mehreren Wochen und weist dringlich darauf hin, dass sie mehr Geld braucht. Liebe Herren Minister Müller und Spahn, packen Sie es an und senden Sie schnelle Unterstützung!
 
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