Donnerstag, 6. Juli 2017

BMUB Pressedienst Nr. 237/17 -- Hendricks fördert internationalen Klimaschutz mit 1 Milliarde Euro

Berlin, 06.07.2017

Klimaschutz/Internationales
Hendricks fördert internationalen Klimaschutz mit 1 Milliarde Euro
Jahresbericht der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) 2015/2016
erschienen

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat in den vergangenen zwei Jahren
den internationalen Klimaschutz mit 870 Millionen Euro unterstützt. Dies
geht aus dem soeben vorgelegten Jahresbericht der „Internationalen
Klimaschutzinitiative" (IKI) des Bundesumweltministeriums hervor.
Zusammen mit den bereits zugesagten Haushaltsmitteln im laufenden Jahr
summiert sich die Förderung auf mehr als 1 Milliarde Euro. Aus diesem
Fonds unterstützt das Bundesumweltministerium mittlerweile 30 Staaten bei
der Umsetzung ihrer nationalen Klimaschutzbeiträge.

Dabei geht es in erster Linie darum, den Treibhausgasausstoß in Schwellen-
und Ent-wicklungsländern zu senken und artenreiche Landschaften zu
erhalten. Die Förderprojekte müssen mehreren Kriterien entsprechen: Sie
müssen innovativ und nachhaltig sein, Perspektiven für eine
kohlenstoffneutrale Entwicklung eröffnen und den Natur- und Artenreichtum
schützen. Das aktuelle IKI-Förderprogramm fördert verstärkt Projekte,
die schon vor 2020 zu einem Rückgang von Treibhausgasemissionen führen.
Für die IKI-Projekte wurden zwischen 2015 und 2016 870 Millionen EUR auf
den Weg gebracht und in diesem Jahr bisher ca. 194 Millionen EUR, also
insgesamt rund 1,064 Milliarden Euro.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Bei der Umsetzung des Pariser
Abkommens sind konkrete Klimaschutzprojekte wichtig als Blaupausen für
eine treibhausgas-neutrale Entwicklung. Die Bundesregierung hat ihre
Zusagen zum weltweiten Schutz des Klimas und zum Erhalt der natürlichen
Artenvielfalt eingehalten. In Zukunft werden wir unser Engagement
entsprechend den internationalen Zusagen noch weiter ausbauen."

Bei der Definition ihrer Klimaschutzbeiträge – die das Pariser
Weltklimaabkommen vorsieht – haben viele Staaten erstmals in ihrer
Geschichte Klimaziele festgesetzt. Fachleute der IKI unterstützen nun
Regierungen, Institutionen und Forschungseinrichtungen dabei, geeignete
Maßnahmen zu entwickeln und zu koordinieren – und sie mit bestehenden
Klima- und Entwicklungszielen in Einklang zu bringen. So zum Beispiel in
den Philippinen, wo eine nationale Klimastrategie ausgearbeitet wird.
Demnach sollen die Treibhausgasemissionen des Landes – internationale
Mitwirkung vorausgesetzt – bis 2030 um 70 Prozent niedriger ausfallen
als bei der momentanen Entwicklung.

Von besonderer Bedeutung ist zudem die öffentliche Klimafinanzierung. Hier
kommt den Industrieländern weiterhin eine Vorreiterrolle zu. Einige
IKI-Projekte zielen darauf ab, klimaverträgliche Investitionen in
Schwellen- und Entwicklungsländern finanziell besser abzusichern, unter
anderem gegen Währungsrisiken. So investiert die KfW mithilfe einer
IKI-Finanzierung 30 Millionen Euro in einen Treuhandfonds. So sollen
Kapitalgeber und Investitionspartner für Projekte in Ländern wie Ghana,
Nigeria oder Uganda mehr Sicherheit bei der Finanzierung von erneuerbaren
Energien und Energieeffzienz erhalten.

Weltweite Bemühungen zum Schutz der Wälder werden ebenfalls durch die IKI
gefördert. Ein Schutz- und Nutzungskonzept für eine Pilotregion in einem
der artenreichsten noch bestehenden Regenwälder entsteht beim
grenzüberschreitenden Projekt „Grünes Wachstum im Herzen Borneos" im
so genannten „Herz von Borneo" – so wird ein Großteil der Insel mit
über 22 Millionen Hektar Wäldern in Brunei, Indonesien und Malaysia
bezeichnet. Es zählt nicht nur zu den Gebieten mit der weltweit höchsten
Anzahl an Tier- und Pflanzenarten und Biotopen, sondern ist auch Lebens-
und Einkommensquelle für die mindestens elf Millionen Bewohner Borneos,
einschließlich einer Million Menschen der indigenen Dayak-Bevölkerung.

Weitere Informationen
Förderinformation:
Die Ausschreibungsunterlagen für die kommende Förderperiode werden in
Kürze vom BMUB veröffentlicht.

Jahresbericht:
Der IKI-Jahresbericht 2015-2016 steht als barrierefreies PDF in Deutsch und
Englisch zum Download zur Verfügung unter:
https://www.international-climate-initiative.com/de/mediathek/publikationen/
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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler, Friederike Langenbruch und Nina
Wettern
Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmub.bund.de Internet: www.bmub.bund.de/presse
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