Montag, 12. Juni 2017

BMUB Pressedienst Nr. 204/17 -- Naturschutz

Berlin/Bonn/Osnabrück, 12.06.2017

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesamt für Naturschutz und der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt

Jugend Zukunft Vielfalt: vom Kongress zur Praxis
Jugendliche entwickeln Ideen für Naturschutz-Projekte

Der Kongress „Jugend Zukunft Vielfalt" trägt Früchte: 16 Projekte zum
Schutz der biologischen Vielfalt werden für den Zeitraum eines Jahres
durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. Veranstaltet
wurde der dritte Jugendkongress von Bundesumweltministerium (BMUB),
Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der DBU. Zur dreitägigen
Veranstaltung waren am Wochenende insgesamt 180 junge Menschen im Alter
von 16 bis 27 Jahren nach Osnabrück in die Räumlichkeiten der DBU
gekommen.

Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks: „Ein erfolgreicher
Naturschutz lebt von gesellschaftlicher Zustimmung und Engagement – und
dafür sind alle Altersgruppen wichtig. Die biologische Vielfalt zu
erhalten ist eine Aufgabe, die vor allem auch für die Generation von
morgen eine zentrale Rolle spielt. Deshalb ist es für mich auch
selbstverständlich, dass junge Menschen schon heute auf vielfältige
Weise ihre Zukunft mitgestalten können."

BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel: „Der Jugendkongress ist ein
gelungenes Beispiel, wie der Leitspruch, ‚vom Denken zum Handeln'
Realität werden kann. Ich freue mich deshalb sehr, dass die jungen
Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Anfang an den Kongress mit organisiert
haben. Denn sie wissen selbst am besten, was sie bewegt und wie sie in
Zukunft den Schutz der biologischen Vielfalt gestalten möchten. Für uns
als BfN hat das Engagement der Jugendlichen für den Naturschutz einen
sehr hohen Stellenwert. Der Kongress bietet ihnen die Möglichkeit, ihre
Vorstellungen und Ideen zur biologischen Vielfalt sowohl direkt in die
politische Diskussion einfließen zu lassen als auch in Projekten
umzusetzen."

DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann: „Dass sich junge Menschen
gemeinsam über die Vielfältigkeit des Lebens und deren Erhaltung
austauschen und Lust haben, ihre Ideen in die Tat umzusetzen, begeistert
mich immer wieder aufs Neue. Es lässt mich auch zuversichtlich auf die
Zukunft unseres Planeten schauen. Unsere Erde ist an die Grenzen ihrer
Leistungsfähigkeit geraten, deshalb brauchen wir jeden Mitstreiter, der
sich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt stark macht und andere
Menschen dazu motiviert, aktiv zu werden."

Wie es gelingen kann, vom Wissen zum Handeln zu kommen, zeigen die von den
180 Teilnehmenden für eine finanzielle Förderung ausgewählten 16
Projekte. Die Ideen sind so vielfältig wie die Natur selbst: von einem
Comic zur Umweltbildung über die Entwicklung von alternativem
Verpackungsmaterial aus Pilzen bis zum Schaffen eines Netzwerkes zur
Förderung der Artenkenntnis.

Eines ist allen Projekten aber gemeinsam – es geht nicht nur um die
Erhaltung der biologischen Vielfalt, sondern auch darum, andere Menschen
für diese Ideen zu begeistern. „Hinter dem Jugendkongress ‚Jugend
Zukunft Vielfalt' steht ein engagiertes Team junger Erwachsener", so
Lukas Zimmermann, FöJ´ler und Mitglied des Organisationsteams. „Genau
wie der Kongress ist auch unser Team vielfältig aufgestellt. Von
Schülerinnen und Schülern, FÖJ´lern bis hin zu Studierenden und
Auszubildenden sind alle mit dabei." Acelya Aktas, Gymnasiastin aus
Augsburg und ebenfalls im Organisationsteam, bringt das Motto ihres Teams
auf den Punkt: „Wie die Welt von Morgen aussehen wird, hängt von uns
ab!"
Während des Kongresses hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, ihr Wissen
über die biologische Vielfalt auch themenspezifisch zu vertiefen,
beispielsweise in Workshops zu Landwirtschaft, Wildnis oder Klimawandel,
sich auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln. Auf Exkursionen lernten
sie zudem verschiedene Lebensräume sowie die lokale Tier- und
Pflanzenwelt kennen und konnten ihr Wissen auch praktisch anwenden.

Hintergrund: Der Jugendkongress
Der Jugendkongress – organisiert von Bundesumweltministerium, Bundesamt
für Naturschutz und Deutscher Bundesstiftung Umwelt – leistet einen
Beitrag zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt
und stellt ein eigenständiges Forum zur Biodiversität speziell für
junge Menschen dar. Er fand bereits zum dritten Mal statt. Die
Besonderheit: Der Kongress wird maßgeblich von den Jugendlichen und
jungen Erwachsenen selbst geplant, organisiert und durchgeführt.

Für den diesjährigen Jugendkongress hatte sich das Organisationsteam seit
September 2016 getroffen und ein umfangreiches Kongress- und
Rahmenprogramm entworfen, das eine breit gefächerte Zielgruppe ihrer
Altersgenossen zur Teilnahme einlud. So sollten nicht nur vom Thema
bereits Begeisterte angesprochen werden, sondern auch junge Menschen, die
sich zuvor noch nicht mit der biologischen Vielfalt auseinandergesetzt
hatten. Neben reinen Naturschutzthemen wurden beispielweise auch
nachhaltige Mobilität oder der Konsum als weiterführende Themen
angeboten. Für dieses Programm konnten insgesamt 34 Expertinnen und
Experten gewonnen werden, die gemeinsam mit dem Organisationsteam die 18
Workshops und neun Exkursionen planten.

Umweltgerechtes, zertifiziertes Catering und umweltgerechte Mobilität
kennzeichneten den nachhaltigen und barrierefreien Jugendkongress. So
wurde für die An- und Abreise das Veranstaltungsticket der Deutschen Bahn
empfohlen. Eine Kooperation mit sozialen Einrichtungen aus Osnabrück
gewährleistete vor Ort die Fortbewegung mit Fahrrädern.
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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler, Friederike Langenbruch und Nina
Wettern
Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmub.bund.de Internet: www.bmub.bund.de/presse
Twitter: www.twitter.com/BMUB Youtube: www.youtube.de/umweltministerium

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