Montag, 12. Juni 2017

BMUB Pressedienst Nr. 201/17 -- Umwelt/Pilotprojekt

Berlin, 12. Juni 2017

Umwelt/Pilotprojekt
Abwärme zu Strom in der Metallbearbeitung

Das Bundesumweltministerium fördert eine neue materialeffiziente
Technologie zur Stahlumformung, bei der zusätzlich die Abwärme effizient
in Strom umgewandelt werden kann. Die Hirschvogel Umformtechnik GmbH aus
Denklingen in Bayern wird durch diese Anlagenmodernisierung jährlich bis
zu 100 Megawattstunden Strom für weitere Prozessschritte aus Abwärme
erzeugen. Gleichzeitig werden Effizienzsteigerungen und geringerer
Ausschuss erwartet, da die neue Anlage weniger anfällig für Schwingungen
ist.

Nach aktuellem Stand der Technik wird bei der Halbwarmumformung von Stahl
sehr viel Energie benötigt. Die bei der induktiven Erwärmung des
Rohmaterials entstehende Abwärme konnte bis-her auf Grund der niedrigen
Temperaturen nicht zur Stromerzeugung genutzt werden. Bei der erstmals zum
Einsatz kommenden Anlage werden die Kühlkreisläufe der
Leistungselektronik und der eigentlichen Induktionsspule aufgeteilt.
Dadurch erhöht sich die derzeitig nutzbare Rücklauftemperatur von 35 –
60 °C auf mindestens 85 °C. Bei diesem Temperaturniveau reicht die
energetische Qualität der Abwärme aus, um jährlich bis zu 100
Megawattstunden Strom für weitere Prozessschritte zu erzeugen.
Gleichermaßen sorgt ein vollkommen neues Antriebskonzept für die
Effizienzsteigerungen und weniger Schwingungen.

Mit dem Vorhaben können zusätzlich zur Stromerzeugung jährlich 150
Tonnen Stahl sowie mehr als 730 Megawattstunden Strom eingespart werden.
Daraus ergibt sich eine CO2-Minderung von bis zu 446 Tonnen pro Jahr. Im
Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung können darüber hinaus
weitere Schadstoffe wie Methan, Schwefeldioxid und Stickoxide vermieden
werden.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische
Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss
über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter
haben.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Vorhaben unter:
http://www.umweltinnovationsprogramm.de/projekte


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Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler, Friederike Langenbruch und Nina
Wettern
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