Donnerstag, 29. Juni 2017

BMUB-PM: Flasbarth: „Spurenstoffe in Gewässern deutlich verringern“

Berlin, 29. Juni 2017
Pressedienst Nr. 233/17

Gewässerschutz
Flasbarth: „Spurenstoffe in Gewässern deutlich verringern"

Das Bundesumweltministerium will Seen, Flüsse und Küstengewässer
wirksamer vor Spurenstoffen schützen, die aus Medikamenten, Haushalts-
und Industriechemikalien oder Pflanzenschutzmitteln stammen können.
Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth nahm dazu Empfehlungen des
Stakeholder-Dialogs „Spurenstoffstrategie des Bundes" entgegen. Ein
breites Bündnis aus Industrie, Zivilgesellschaft, Wasserwirtschaft und
den Bundesländern bekennt sich darin dazu, die Spurenstoffeinträge in
die Gewässer deutlich stärker als bisher reduzieren.

Flasbarth: „Damit wir die Flora und Fauna unserer Gewässer auch in
Zukunft wirksam schützen können, brauchen wir eine breit angelegte
Strategie gegen Spurenstoffe aus Kosmetika, Pflanzenschutzmitteln oder
Medikamenten. Die Empfehlungen des Stakeholder-Dialoges an die Politik
bieten dafür eine gute Grundlage. Darauf aufbauend können wir jetzt
Maßnahmen entwickeln, die den Eintrag solcher Chemikalien in unsere Seen
und Flüsse verringern oder ganz verhindern."

Spurenstoffe können die Gewässer sowie deren Wasserqualität
beeinträchtigen und er-schweren die Gewinnung von Trinkwasser. Sie
stammen aus der Herstellung und Verwendung von Produkten wie Human- und
Tierarzneimittel, Bioziden, Pflanzenschutzmitteln, Industrie- und
Haushaltschemikalien oder Körperpflege- und Waschmitteln. Sie gelangen
über punktuelle und diffuse Eintragspfade in die Gewässer.

Um den Eintrag solcher Stoffe in die Gewässer weitgehend zu vermeiden,
haben Akteure aus Industrie, Zivilgesellschaft, Wasserwirtschaft und den
Ländern Handlungsempfehlungen für die weitere Gesetzgebung erarbeitet.
In einem Policy-Paper stellen sie das gemeinsame, fachliche Verständnis
und praktikable Handlungsoptionen zur Reduzierung des Eintrags von
Spurenstoffen in Gewässer dar. Zentrale Bedeutung hat dabei das
Vorsorgeprinzip.

So soll der Eintrag von Spurenstoffen bei der Herstellung verringert und
ein bundeseinheitlicher Orientierungsrahmen für die Behandlung dieser
Stoffe in Kläranlagen geschaffen werden. Im Rahmen der
Produktverantwortung sollen Hersteller und Produzenten chemischer
Produkte, die Spurenstoffe mit sich bringen, zudem weitere
Vorsorgemaßnahmen entwickeln. Übergeordnete Bedeutung besitzt die
Festlegung relevanter Spurenstoffe.

Der umfassende Lösungsansatz auf allen Handlungsebenen ist durch einen
geeigneten Informationsaustauschs zwischen allen Akteuren zu fördern.

Die maßgeblichen Akteure bekräftigen damit die Notwendigkeit einer
abgestimmten Strategie auf Bundesebene, um diese Spurenstoff-Einträge
wirkungsvoll zu reduzieren.

Das Policy Paper "Spurenstoffstrategie des Bundes" finden Sie unter
www.bmub.bund.de/N54267/



https://www.facebook.com/bmub.bund

https://www.instagram.com/bmub/

https://twitter.com/bmub
----------------------------------------------------------------------------
Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler, Friederike Langenbruch und Nina
Wettern
Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmub.bund.de Internet: www.bmub.bund.de/presse
Twitter: www.twitter.com/BMUB Youtube: www.youtube.de/umweltministerium

----------------------------------------------------------------------------
Diese Nachricht erhalten Sie aufgrund Ihres Eintrags in unserer
Mailing-Liste. Wenn Sie diesen Service nicht mehr in Anspruch
nehmen möchten oder sich Ihre E-Mail-Adresse geändert hat, nutzen
Sie den Abmelde-Service:
http://www.bmub.bund.de/newsletter-abmelden/

----------------------------------------------------------------------------
Dies ist eine automatisch erzeugte E-Mail. Antworten Sie bitte nicht an
die Absenderadresse, sondern nutzen Sie für Ihre Mitteilungen das
Kontaktformular auf der Internetseite:
www.bmub.bund.de/kontakt

Keine Kommentare: