Montag, 27. März 2017

BMUB Pressedienst Nr. 101/17 -- Städtebauförderung/Stadtumbau

Berlin, 27. März 2017

Städtebauförderung/Stadtumbau
Pronold weiht neue Aula des Händel-Gymnasiums in Berlin ein
Der Neubau wurde mit rund 4 Millionen Euro aus dem Stadtumbau-Programm
gefördert

Die mit Mitteln des Förderprogramms Stadtumbau neu gebaute Konzert-Aula
für das musikorientierte Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium in
Berlin-Friedrichshain wird heute im Beisein von Florian Pronold,
Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministeriums für Umwelt,
Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Katrin Lompscher, Senatorin für
Stadtentwicklung und Wohnen, Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung,
Jugend und Wissenschaft und Monika Herrmann, Bezirksbürgermeisterin von
Friedrichshain-Kreuzberg den Nutzern übergeben. Im Rahmen einer
Konzertwoche wird der neue Veranstaltungsraum am Frankfurter Tor nach
knapp zweieinhalbjähriger Bauzeit feierlich eingeweiht.

Das Förderprogramm Stadtumbau ist eines der Grundpfeiler der
Städtebauförderung des Bundes und des Landes Berlin. Rund 4 Mio. Euro
wurden aufgewendet, um den Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften des
Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums einen bisher fehlenden geeigneten
Probe- und Aufführungsraum zur Verfügung zu stellen. Der neugebaute
multifunktionale Veranstaltungsraum mit 300 bis 350 Plätzen soll aber
nicht nur den Bedarf der Schule decken, sondern auch externen
Einrichtungen und Veranstaltern zur Verfügung stehen. Die Aula
vervollständigt damit den neuen Kultur- und Bildungsstandort am
Frankfurter Tor. 2010 wurde als erste Maßnahme in unmittelbarer
Nachbarschaft eine Schule zu der Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda
umgebaut. Teil der Gesamtmaßnahmen ist auch die Gestaltung der
rückwärtigen Schulfreiflächen und eine öffentlichen Grünfläche
südlich der Bibliothek.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks: „Mit fast 1 Milliarde Euro stellen
wir den Ländern in diesem Jahr so viel Mittel für die städtebauliche
Förderung zur Verfügung wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.
Gemeinsam mit den Ländern unterstützen wir damit die Städte und
Gemeinden bei der Herausforderung, sich an die demografischen,
ökonomischen und ökologischen Veränderungen städtebaulich anpassen zu
können. Damit stärken wir auch die soziale Stadtentwicklung und das
soziale Miteinander in unseren Quartieren."
Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbauministerium:
„Die neue Aula des Händel-Gymnasiums ist Dank der hervorragenden
Akustik auch ein beeindruckender Konzertsaal. Hier sind unsere
Fördergelder aus dem Stadtumbau-Programm gut eingesetzt. Viele
Schülergenerationen werden in diesem gelungenen, multifunktionalen Raum
zusammenkommen, sich informieren und auch prächtig feiern und musizieren
können. In diesem Jahr haben wir die Mittel der Städtebauförderung 2017
auf ein Rekordniveau von 790 Millionen Euro aufgestockt. Davon erhält
Berlin fast 41 Millionen Euro, von denen 12,7 Millionen Euro auch für
neue Berliner Stadtumbauprojekte vorgesehen sind."

Das Programm Stadtumbau bietet dem Gebiet zwischen dem S-Bahn-Ring im
Osten, der spreebegleitenden Stralauer Allee im Süden, der Wedekind-,
Lasdehner und Helsingforser Straße im Westen und der Karl-Marx- bzw.
Frankfurter Allee im Norden die Möglichkeit, auf vielfältige
Handlungsbedarfe zu reagieren.

Die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Katrin Lompscher benennt als
vorrangiges Ziel, das Gebiet auch weiterhin behutsam und bestandserhaltend
zu einem attraktiven Wohnstandort auszubauen. „Zu einem Ort zum Wohnen
gehören Bildung und Kultur genauso wie Arbeitsplätze und Grünflächen.
Die heute eingeweihte Konzert-Aula ist ein weiterer Baustein für die
Entwicklung des Gesamtgebietes zu einem nachhaltigen vitalen Quartier",
so Katrin Lompscher.

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie freut sich,
dass die Ende 2014 begonnenen Bauarbeiten bei laufendem Schulbetrieb
stattfinden konnten: „Das berlinweit bekannte, musikorientierte
Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium hat nun eine attraktive Probe- und
Wirkungsstätte, die wie eine kleine Philharmonie auch den Bürgerinnen
und Bürgern im Bezirk offen stehen soll. Alle Schülerinnen und Schüler
profitieren von dem neuen Georg-Friedrich-Händel-Saal, denn an diesem
Gymnasium ist jeder Mitglied eines der zehn Ensembles in den Bereichen
Chor, Weltmusik und Orchester. Das gemeinschaftliche Musizieren steht an
der Schule im Vordergrund. Die Ergebnisse werden auf den zahlreichen
Konzertreisen weltweit gewürdigt."

Mit dem Bau der Aula nach Plänen von Numrich Albrecht Klumpp Architekten,
Berlin, erhielt die Schule eine weitere Aufwertung und öffnet sich mit
dem neuen Veranstaltungsraum auch dem Stadtquartier. Die
Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann erinnert daran, dass der Standort
zu Beginn seiner Entwicklung durch eine leerstehende Schule geprägt war
und heute das Umfeld des Frankfurter Tors durch einen Kultur- und
Bildungsstandort wesentlich aufwertet: „Der Anbau leuchtet wie eine
kleine Philharmonie durch die Häuserzeilen der Frankfurter Allee. Der
multifunktionale Veranstaltungsraum mit 300 bis 350 Plätzen soll nicht
nur den Bedarf der Schule decken, sondern auch externen Einrichtungen und
Veranstaltern zur Verfügung stehen. Die Aula vervollständigt den neuen
Kultur- und Bildungsstandort am Frankfurter Tor."
Im Jahr 2017 werden die erfolgreichen Programme der Städtebauförderung -
Soziale Stadt, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, Stadtumbau,
Städtebaulicher Denkmalschutz und Kleinere Städte und Gemeinden – mit
einem Volumen von 740 Millionen Euro fortgeführt und um das 50-
Millionen-Euro-Programm Zukunft Stadtgrün mit dem Förderschwerpunkt
urbanes Grün erweitert. Die Mittel für die Programme Soziale Stadt und
Stadtumbau wurden um 90 Mio. Euro erhöht. Parallel zur
Städtebauförderung hat das Bundesbauministerium den neuen
Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier" mit 200 Millionen
Euro ausgestattet. Dieses Geld soll vor allem in den Ausbau und die
Sanierung von Bildungseinrichtungen, Stadtteilzentren und Bürgerhäusern
investiert werden und damit auch ehrenamtlich Engagierte unterstützen.
Zur Begleitung der Investitionen soll es in den Vierteln
Integrationsmanager geben, die vor Ort Ansprechpartner sind für Vereine
und Initiativen, aber auch für Neubürger und Einheimische.

Deutschlandweit unterstützt der Bund Länder und Kommunen im laufenden
Jahr mit Bundesfinanzhilfen auf Rekordniveau von 990 Millionen Euro. Die
Bundesmittel sind Teil der Förderung, die die Kommunen vom Land
erhalten.




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