Mittwoch, 15. März 2017

BMUB Pressedienst Nr. 088/17 -- Alle Partner im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen setzen Zusammenarbeit fort

Berlin, 15. März 2017

Gemeinsame Pressemitteilung mit Haus & Grund Deutschland und der
Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland

Alle Partner im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen setzen
Zusammenarbeit fort

Im November vergangenen Jahres hatten die immobilienwirtschaftlichen
Verbände ihr Mitwirken im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen auf
Eis gelegt. Die Immobilienwirtschaft hatte kritisiert, dass die Folgen der
Klimaschutzvorgaben für den Gebäudesektor im damals von der
Bundesregierung beschlossenen Klimaschutzplan 2050 noch nicht kalkuliert
seien. In konstruktiven Gesprächen haben sich jetzt das
Bundesbauministerium und die Verbände darauf geeinigt, in den kommenden
Monaten und Jahren Maßnahmen zu entwickeln, die sowohl dem Klimaschutz
als auch dem bezahlbare Wohnen und Bauen gerecht werden.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks: „Es ist eine gute Nachricht, dass
alle Bündnispartner wieder an Bord sind! Im Bündnis für bezahlbares
Wohnen und Bauen arbeiten alle am Wohnungsbau Beteiligten seit 2014
erfolgreich zusammen. Wir haben gemeinsam die Wende auf dem Wohnungsmarkt
geschafft. Diese Erfolgsgeschichte können wir nun fortschreiben - auch
über die Bundestagswahl hinaus.
In dieser Legislaturperiode werden wir mehr als eine Million Wohnungen
fertigstellen. Die Zahl der Baugenehmigungen ist so hoch wie seit vielen
Jahren nicht. Auf den Baustellen brummt es und die Zahl der Arbeitsplätze
in der Bauwirtschaft steigt stetig an. Unsere Wohnungsbauoffensive hat
wichtige und richtige Impulse gegeben, um die dringend benötigten
Wohnungen auch im bezahlbaren Segment zu bauen. Obendrein haben wir uns
zur richtigen Zeit zusammengetan, um auch die Integration der vielen
Flüchtlinge in unserem Land voranzubringen. Dass der Gebäudebestand bis
2050 nahezu klimaneutral sein muss, wird von Niemandem angezweifelt. Den
Weg dahin beschreiten wir nun in einer Innovationspartnerschaft wieder
gemeinsam. Ich freue mich sehr, dass wir uns darauf verständigt haben, in
den kommenden Monaten Maßnahmen zu entwickeln, mit denen wir den
Anforderungen an den Klimaschutz und der Schaffung von bezahlbarem
Wohnraum gleichermaßen gerecht werden."

Andreas Ibel, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft
Immobilienwirtschaft Deutschland (BID): „Bezahlbares Wohnen und Bauen
ist ein zentraler Faktor für den sozialen Frieden und einen attraktiven
Wirtschaftsstandort Deutschland. Im Bündnis für bezahlbares Wohnen und
Bauen hat die BID in intensiver, vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem
Bundesbauministerium Empfehlungen für mehr bezahlbaren Neubau
erarbeitet.
Auf dieser Vertrauensgrundlage wollen wir auftretende Zielkonflikte
zwischen der Klimaschutzpolitik und der Wohnungs- und Immobilienpolitik
auflösen. Wir haben das Bündnis auf eine neue Arbeitsgrundlage gestellt
und den Weg für eine langfristige gemeinsame Zusammenarbeit über die
Bundestagswahl hinaus abgesteckt. Im Rahmen einer Innovationspartnerschaft
werden wir innovative, wirtschaftliche Ansätze für eine
technologieoffene Minderung von Treibhausgasen entwickeln. Dabei wurde
auch festgelegt, dass eine sozialverträgliche Klimaschutzpolitik immer
eine aktive Förderpolitik und steuerliche Anreize mitbedenken muss.
Hierzu werden geeignete Förderinstrumente geprüft und bedarfsgerecht
alternative Finanzierungs- und Fördermodelle entwickelt. Darüber hinaus
werden wir gemeinsame Forschungs- und Innovationsprojekte auf den Weg
bringen."

Kai Warnecke, Präsident des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland:
„Haus & Grund strebt eine langfristige Partnerschaft mit der
Bundesregierung an, um Klimaschutz und bezahlbares Wohnen und Bauen
sinnvoll miteinander zu verbinden. Uns ist es wichtig, dass die Politik
auch die Bedürfnisse der Eigentümer und Bewohner der Gebäude im Blick
behält. Daher freuen wir uns, dass Haus & Grund und die übrigen
immobilienwirtschaftlichen Verbände gemeinsam mit dem BMUB in den
kommenden Monaten Maßnahmen erarbeiten werden, die beiden Zielen –
Klimaschutz und bezahlbares Wohnen – gerecht werden."

Das Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen führt Bund, Länder,
Kommunen, Wohnungs- und Bauwirtschaft, den Deutschen Mieterbund,
Gewerkschaften sowie weitere gesellschaftlich relevante Akteure zusammen,
um die Herausforderungen am Wohnungsmarkt zu bewältigen. Ziel ist es,
gemeinsam die Voraussetzungen für den Bau und die Modernisierung von
Wohnraum in guter Qualität, vorzugsweise im bezahlbaren Marktsegment, zu
verbessern und das Wohnungsangebot in den Ballungsgebieten mit
Wohnraummangel zu erweitern.

Weitere Informationen zum Bündnis und zur Wohnungsbauoffensive finden Sie
unter folgendem Link: http://www.bmub.bund.de/buendnis-wohnen/

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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler, Friederike Langenbruch und Nina
Wettern
Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmub.bund.de Internet: www.bmub.bund.de/presse
Twitter: www.twitter.com/BMUB Youtube: www.youtube.de/umweltministerium

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