Mittwoch, 15. Februar 2017

BMUB_PM: Bundesregierung will Gewässer und Böden besser vor Überdüngung schützen

Pressedienst Nr. 062/17
Berlin, 15. Februar 2017

Landwirtschaft/Wasser
Bundesregierung will Gewässer und Böden besser vor Überdüngung
schützen
Kabinett bringt neue Düngeverordnung auf den Weg

Das Bundeskabinett hat heute eine Reform der Düngeverordnung beschlos-sen.
Damit soll die Überdüngung drastisch reduziert und die Nitrat-Belastung
des Grundwassers begrenzt werden.

Dazu erklärt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Nach jahrelangen
Verhandlungen haben wir uns jetzt endlich darauf verständigt, die
Düngeregeln zu verschärfen. Das ist ein wichtiger umweltpolitischer
Fortschritt. Die neuen Regeln werden helfen, die Folgen der intensiven
landwirtschaftlichen Nutzung einzudämmen. Die Überdüngung muss deutlich
reduziert werden. Denn seit Jahren leiden Gewässer, Böden und Luft an
den Folgen der dauerhaften Überdüngung."

Mit der neuen Düngeverordnung sollen die Sperrzeiten, in denen keine
Düngemittel ausgebracht werden dürfen, verlängert, die Abstände für
die Düngung in der Nähe von Gewässern ausgeweitet werden. Zusätzlich
sollen Gärreste aus Biogasanlagen in die Berechnung der
Stickstoffobergrenze (170 kg/ha) einbezogen werden. Darüber hinaus werden
die Länder zum Erlass von zusätzlichen Maßnahmen in Gebieten mit hohen
Nitratwerten verpflichtet. Dies gilt auch für Regionen, in denen stehende
oder langsam fließende oberirdische Gewässern insbesondere durch
Phosphat zu stark belastet sind.

Zum Regelungspaket unter Federführung des
Bundeslandwirtschaftsministeriums gehört auch ein novelliertes
Düngegesetz, das der Bundestag diese Woche verabschieden soll. Es stellt
einen umweltbewussten und sparsamen Umgang mit Nährstoffen in der
Land-wirtschaft sicher. Kern der Novelle des Düngegesetzes ist eine
Stoffstrombilanz, die auf Betreiben des Bundesumweltministeriums neu
eingeführt werden soll. Auf diese Weise bilanzieren die
Landwirtschaftsbetriebe den Einsatz ihrer Nährstoffmengen. Die Dünger
und Tierfuttermengen werden dabei mit den erzeugten landwirtschaftlichen
Produkten des Hofes verrechnet. Dadurch lässt sich die
Stickstoffbelastung der Böden durch einen Betrieb besser bestimmen.

Die Ergebnisse des aktuellen Nitratberichts zeigen, wie sehr die
Landwirtschaft mit ihrer Düngepraxis die Gewässerqualität beeinflusst.
Hauptproblem bleibt immer noch der übermäßige Einsatz von
Stickstoffdüngern. Fast ein Drittel der Messstellen für die
Grundwasserqualität wiesen zwischen 2012 bis 2014 zu hohe Nitratwerte
auf. Auch an den Küsten der Nord- und Ostsee gibt es kaum Anzeichen für
eine Verbesserung. Hier führen die zu hohen Phosphor- und
Stickstoffeinträge (Eutrophierung) zu übermäßigem Algenwachstum.

Der Bundesrat muss Düngegesetz und Düngeverordnung noch zustimmen.

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