Dienstag, 14. Februar 2017

BMUB Pressedienst Nr. 057/17 -- Strahlenschutz

Berlin, 14. Februar 2017

Strahlenschutz
Schutz vor radioaktiven Stoffen im Trinkwasser
Bundesumweltministerium veröffentlicht aktualisierten
Trinkwas-ser-Leitfaden

Das Trinkwasser in Deutschland ist vor radioaktiven Stoffen gut geschützt
und weist im Durchschnitt eine sehr geringe Strahlenbelastung auf, so dass
Gesundheitsgefährdungen grundsätzlich ausgeschlossen werden können.
Dennoch wird das Trinkwasser regelmäßig auf radioaktive Stoffe
untersucht. In Einzelfällen können aus Vorsorgegründen Maßnahmen zur
Reduzierung des Gehalts an radioaktiven Stoffen im Trinkwasser
erforderlich werden. Handreichungen für die beteiligten Stellen enthält
der überarbeitete Leitfa-den, den das Bundesumweltministerium heute
vorgelegt hat.

Die Neuauflage des „Leitfadens zur Untersuchung und Bewertung von
radioaktiven Stof-fen im Trinkwasser bei der Umsetzung der
Trinkwasserverordnung" wurde durch die Änderung der
Trinkwasserverordnung notwendig. Sie legt Anforderungen an den Schutz der
Bevölkerung hinsichtlich radioaktiver Stoffe im Trinkwasser fest.

Bis zum Jahr 2019 müssen nun die zentralen Wasserwerke das Trinkwasser
erstmals nach einem bundesweit harmonisierten Verfahren untersuchen. Das
gibt die Änderung der Trinkwasserverordnung vor, die im November 2015 in
Kraft getreten ist. Zur Umset-zung hat das Bundesumweltministerium nun den
„Leitfaden zur Untersuchung und Be-wertung von radioaktiven Stoffen im
Trinkwasser bei der Umsetzung der Trinkwasser-verordnung" neu aufgelegt.
Dieser ist eine Handlungsempfehlung für die Wasserversor-gungsunternehmen
und die Vollzugsbehörden. Die Handreichung enthält einheitliche Vorgaben
für die Überwachung der Radioaktivitätsparameter sowie
Handlungsempfeh-lungen bei der Überschreitung von Parameterwerten im
Trinkwasser.

Der Leitfaden wurde von den zuständigen Behörden von Bund und Ländern
zusammen mit Experten der Wasserverbände erarbeitet. Die flächendeckende
Anwendung des Leit-fadens wird vom Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz, Bau und Reaktorsicher-heit (BMUB), dem Bundesministerium für
Gesundheit (BMG), dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), dem
Umweltbundesamt (UBA), den zuständigen Landesbehörden sowie dem DVGW –
Deutscher Verein des Gas- und Wasserfachs e.V. und dem BDEW –
Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. unterstützt.

Der aktualisierte Leitfaden sowie weiterführende Informationen stehen
bereit unter:
http://www.bmub.bund.de/N49023/



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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
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Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler, Friederike Langenbruch und Nina
Wettern
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