Dienstag, 14. Februar 2017

BMUB-PM: Neue Impulse für Klima- und Umweltschutzkooperation mit Russland

BMUB-Pressedienst Nr. 058/17
Berlin, 14. Februar 2017


Internationaler Klimaschutz
Neue Impulse für Klima- und Umweltschutzkooperation mit Russland
Staatssekretär Flasbarth zu klima- und umweltpolitischen Gesprächen in
Moskau

Deutschland und Russland wollen bei der Umsetzung des Pariser
Klimaabkommens eng zusammenarbeiten. Auch bei der Anpassung an den
Klimawandel wollen beide Länder stärker kooperieren. Das ist das Ziel
von Vereinbarungen, die Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth heute in
Moskau mit dem russischen Minister für Natürliche Ressourcen und Umwelt,
Sergej Donskoj, schloss. Zugleich warb Flasbarth im Gespräch mit dem
Präsidentenberater für Klimafragen, Alexander Bedritsky, und der
russischen G-20 Sherpa Svetlana Lukash für starke Akzente im
internationalen Klimaschutz, auch im Rahmen der deutschen
G20-Präsidentschaft. Die russischen Gesprächspartner betonten die große
Bedeutung sowohl der bilateralen als auch der multilateralen
Zusammenarbeit im Klimaschutz.

Flasbarth: „Von der Umsetzung ambitionierter Umwelt- und
Klimaschutzmaßnahmen können wichtige Modernisierungsimpulse für die
Wirtschaft ausgehen. Dies ist eine wichtige Botschaft, die wir im Rahmen
der deutschen G20-Präsidentschaft aussenden wollen. Wir kooperieren mit
unseren russischen Partnern, um entsprechende Potenziale auszuloten,
Risiken zu beleuchten und Konzepte für eine klimaverträgliche
wirtschaftliche Entwicklung zu erarbeiten."

Im Mittelpunkt der politischen Gespräche standen auch Fragen zur
Waldwirtschaft. Die russischen Wälder sind von klimapolitischer
Bedeutung, da sie große Mengen an Kohlenstoff binden. Im Rahmen der
Zusammenarbeit sollen zum Beispiel Mess-Methoden zur Klimafunktion der
Wälder weiter entwickelt und die wechselseitigen Auswirkungen von
Klimawandel und russischen Wäldern untersucht werden.

Für die Umsetzung gemeinsamer Vorhaben beim Klima- und Umweltschutz will
das Bundesumweltministerium (BMUB) über die nächsten Jahre Mittel in
Höhe von etwa 13 Mio. EUR aus seiner Internationalen
Klimaschutzinitiative (IKI) bereitstellen. Bereits jetzt arbeiten das BMUB
und sein russisches Partnerministerium bei der Förderung
klimafreundlichen Wirtschaftens in Russland unter Nutzung moderner
Umwelttechnologien eng zusammen. Auch mit Blick auf die Stärkung der
natürlichen Kohlenstoffsenken in Russland besteht eine enge
Zusammenarbeit. So wurde in den vergangenen Jahren die Wiederbelebung von
Torfmooren in Russland, die große Mengen an Kohlenstoff speichern,
erfolgreich vorangetrieben


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