Freitag, 17. Februar 2017

BMUB-PM: Die Bundesregierung reist weiterhin klimaneutral

BMUB-Pressedienst Nr. 067/17
Berlin, 17. Februar 2017


Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Umweltbundesamt

Die Bundesregierung reist weiterhin klimaneutral
Anbieter von Klimaschutzprojekten aus der ganzen Welt können sich für das
Kompensationsverfahren bewerben

Die Bundesregierung stellt erneut ihre Dienstreisen klimaneutral. Die
Emissionen sollen über hochwertige Klimaschutzprojekte kompensiert
werden. Dafür will die Bundesregierung für das Jahr 2015 insgesamt
203.630 Emissionsgutschriften kaufen und unwiderruflich stilllegen.
Klimaschonendes Handeln – Vermeiden, Reduzieren, Kompensieren – hat
damit auch für Dienstreisen weiterhin einen festen Platz. Bereits 2014
wurden über 100.000 Emissionsgutschriften erworben und stillgelegt.
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Je weniger wir fliegen, desto
besser für Umwelt und Klima. Wenn es sich aber nicht vermeiden lässt,
dann hilft zumindest eine Kompensation der entstandenen CO2-Emissionen.
Wir rufen daher abermals nationale und internationale Anbieter von
Klimaschutzprojekten auf, uns Gutschriften aus anspruchsvollen
Klimaschutzprojekten anzubieten."

Die Bundesregierung hatte sich Anfang 2015 darauf verständigt, die
Klimawirkung aller Dienstreisen ihrer Beschäftigten ab Beginn der
laufenden Legislaturperiode zu kompensieren. Dazu zählen die Pkw-Fahrten
und Flugreisen von 110 Ministerien und Behörden.

Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA): „Wir legen
bei der Auswahl der Klimaschutzprojekte den Fokus auf Maßnahmen gelegt,
die einen besonders hohen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung leisten.
Damit reicht die Kompensation der Dienstreisen über den reinen Ausgleich
von Treibhausgasemissionen hinaus. Die Qualitätskriterien für die
Auswahl der Klimaschutzprojekte orientieren sich an den Festlegungen des
deutschen Klimaschutzplans 2050 und den globalen Nachhaltigkeitszielen der
Vereinten Nationen."

Für das Jahr 2015 startet das UBA jetzt das Verfahren zum Ankauf der
203.630 Emissionsgutschriften aus dem Mechanismus für
umweltverträgliche Entwicklung (Clean Development Mechanism, kurz CDM)
des Kyoto-Protokolls. Er erlaubt es Industriestaaten, in gemeinsamen
Projekten mit Entwicklungsländern, Klimaschutz in konkreten Projekten
außerhalb des eigenen Landes umzusetzen. Das UBA prüft alle angebotenen
Projekte auf die Einhaltung der geforderten Qualität.

Der Umfang der Emissionen ergibt sich aus den Dienstreisedaten 2015. Hierzu
hat das UBA für sämtliche Dienstreisen die Wegstrecken per Flugzeug und
die Kraftstoffverbräuche der Dienstwagen erhoben und die
Treibhausgasemissionen berechnet. Für Flugreisen wurde dabei ein Faktor
von 3 auf die Kohlendioxidemissionen angesetzt, um die höhere
Klimawirksamkeit des Luftverkehrs zu berücksichtigen.


Links:
Detaillierte Informationen finden Sie unter:
https://www.dehst.de/DE/Klimaschutzprojekte/Freiwillige-Kompensation/Dienstreisen-Bundesregierung/dienstreisen-bundesregierung_node.html


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Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
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