Mittwoch, 1. Februar 2017

BMUB-PM: „Blaues Band“: Deutschlands Wasserstraßen sollen schöner und natürlicher werden

Berlin, 01. Februar 2017

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesministerium für Verkehr und
digitale Intrastruktur

Bundeswasserstraßen
„Blaues Band": Deutschlands Wasserstraßen sollen schöner und
natürlicher werden
Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland" beschlossen

Die Bundesregierung will verstärkt in die Renaturierung von
Bundeswasserstraßen investieren und damit neue Akzente in Natur- und
Gewässerschutz, Hochwasservorsorge sowie Wassertourismus, Freizeitsport
und Erholung setzen. Mit diesem Ziel hat das Bundeskabinett heute auf
Vorschlag von Verkehrsminister Alexander Dobrindt und Umweltministerin
Barbara Hendricks das Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland"
beschlossen.

Das Bundesprogramm bietet für jene Wasserstraßen eine
Zukunftsperspektive, die nicht mehr für den Güterverkehr benötigt
werden: sog. Nebenwasserstraßen mit einer Länge von ca. 2.800
Kilometern. Auch im verkehrlich intensiv genutzten Kernnetz der
Bundeswasserstraßen werden Renaturierungsmaßnahmen für den Aufbau eines
bundesweiten Biotopverbunds durchgeführt. Zur Umsetzung des
Bundesprogramms werden ein Zeitraum von 30 Jahren und ein jährlicher
Investitionsbedarf von 50 Millionen Euro angesetzt. Gemeinsam mit den
Akteuren vor Ort werden nun regionale Entwicklungskonzepte erarbeitet.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: „Deutschland hat eine
einmalige Wasserlandschaft. Diesen Naturschatz wollen wir erhalten. Mit
dem Bundesprogramm ‚Blaues Band Deutschland' setzen wir uns für
Erhalt und Wiederherstellung naturnaher Flusslandschaften ein. Der
Güterverkehr ist nicht das allein ausschlaggebende Kriterium für
Investitionsentscheidungen; in Zukunft wird auch bewertet, welchen
Freizeitnutzen und welche ökologischen Entwicklungsmöglichkeiten eine
Wasserstraße hat."

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Das „Blaue Band
Deutschland" steht für einen Biotopverbund von nationaler Bedeutung.
Wir entwickeln ein bundesweites Netz der Wasserstraßen, das auch die
kleinen Flüsse untereinander und mit dem Meer verbindet. Denn Flüsse
sind mehr als nur Verkehrswege. Flüsse, Ufer und Auen sind ein wertvoller
Teil unserer Landschaft und Lebensraum für viele gefährdete Tiere und
Pflanzen. Das ist ein historischer Paradigmenwechsel bei der Entwicklung
unserer Wasserstraßen. Der Umbau ist eine Generationenaufgabe, die sich
auszahlen wird: Denn wenn wir in die Renaturierung unserer Flüsse
investieren, tun wir etwas für die biologische Vielfalt, aber auch für
die Schönheit unserer Landschaften."

Für die Nebenwasserstraßen werden nun regionale Entwicklungskonzepte
erarbeitet. Dabei sollen auch Auenflächen im Eigentum Dritter einbezogen
werden. Das Bundesumweltministerium wird dafür ein eigenständiges
Förderprogramm auflegen.

Derzeit werden bereits 5 Modellprojekte an Rhein und Weser durchgeführt.
Hierfür stehen im Haushalt des Bundesumweltministeriums 5 Millionen Euro
zur Verfügung. Die Projekte widmen sich nicht nur der Renaturierung der
Flüsse, sondern auch der Ufer und Auen.

Die Anforderungen an die deutschen Wasserstraßen haben sich verändert.
Der Güterverkehr auf den Bundeswasserstraßen konzentriert sich heute auf
ein Kernnetz der großen Flüsse und Kanäle. Hierauf werden die
Prioritäten der verkehrlichen Investitionen gelegt. Dazu kommen
zahlreiche Nebenwasserstraßen, auf denen kaum noch Fracht transportiert
wird. Diese haben ein besonders hohes ökologisches Entwicklungspotenzial.
Ziel ist es, dieses Potenzial zu heben, um wertvolle Naturräume zu
erhalten und attraktive Flusslandschaften mit einer hohen Anziehungskraft
für Erholungssuchende, Wassersportler und den Wassertourismus zu
schaffen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.blaues-band.bund.de


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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler, Friederike Langenbruch und Nina
Wettern
Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmub.bund.de Internet: www.bmub.bund.de/presse
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