Mittwoch, 16. November 2016

BMUB Pressedienst Nr. 283/16 -- Recycling/Mega Cities

Berlin, 16. November 2016

Recycling/Mega Cities
BMUB unterstützt den Aufbau einer modernen Kreislaufwirtschaft in Mega
Cities
Adler: „Flexible Einzellösungen bei der Ver- und Entsorgung"

Der Staatssekretär aus dem Bundesumwelt- und -bauministerium Gunther
Adler hat heute die zweitägige RETech-Konferenz „Nachhaltige
Entsorgungs- und Recyclingkonzepte in Mega Cities" in Berlin eröffnet.
Die Veranstaltung will Impulse für eine nachhaltige Abfall- und
Kreislaufwirtschaft in Mega Cities geben sowie die Chancen und
Herausforderungen für die beteiligten Akteure beleuchten. Die
internationale Konferenz wird im Rahmen der „Exportinitiative
Umwelttechnologien" vom BMUB gefördert.

Staatssekretär Gunther Adler: „Deutsche Unternehmen der Recycling- und
Entsorgungs-wirtschaft, kommunale Betriebe und Hochschulen verfügen über
ein umfassendes Wissen zur Entwicklung einer modernen Kreislaufwirtschaft.
Dieses Know-how können wir anbieten und teilen. Mit Capacity Building und
Know-how-Transfer leisten wir einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung
und schaffen gleichzeitig den Rahmen für die Erschließung weltweiter
Absatzmärkte."

Die wachsende Weltbevölkerung geht mit einer fortschreitenden
Urbanisierung einher. Derzeit leben bereits rund 50 Prozent aller Menschen
in Städten, in wenigen Jahrzehnten werden es 80 Prozent sein. Mega
Cities, schnell wachsende Ballungsräume und völlig neu entstehende
Großstädte in den Schwellen- und Entwicklungsländern stehen vor großen
Herausforderungen insbesondere bei der Ver-und Entsorgung. Häufig bleibt
die geplante Erschließung hinter dem Wachstum zurück. Patentrezepte für
die strukturelle Planung in Mega Cities gibt es dabei nicht - es braucht
flexible ortsangepasste Einzellösungen.

Auf der Konferenz, die im Rahmen der „Exportinitiative
Umwelttechnologien" vom BMUB gefördert wird, berichten Referenten aus
internationalen Mega Cities wie Hong Kong, Sao Paulo, Dubai, Singapur und
New York über ihre Erfahrungen und Konzepte und diskutieren gemeinsam mit
deutschen Unternehmensvertretern mögliche Lösungsansätze.

Die „Exportinitiative Umwelttechnologien" unterstützt das
Auslandsgeschäft der deutschen Umweltwirtschaft, indem sie den Aufbau von
Umwelt-Infrastruktur fördert. Die Exportinitiative soll Wissen und
Anwendung von Umwelt- und Klimaschutztechnologien und innovativer
(grüner) Infrastruktur in Zielländern verbreiten und stärken. Die
Förderinitiative kommt gleichzeitig insbesondere kleinen und
mittelständischen Betrieben, die Unterstützungsbedarf bei der
Internationalisierung ihres „grünen" Leistungsspektrums haben,
zugute. Mit dem Wachsen der weltweiten Nachfrage nach Umwelt-,
Klimaschutz- und Effizienztechnologien eröffnen sich für deutsche
Unternehmen im internationalen Markt große Chancen. Die Initiative soll
außerdem dazu beitragen, die Vermittlung und Anwendung global
einheitlicher Umweltstandards und Rahmenbedingungen zu befördern.



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