Donnerstag, 4. August 2016

BMUB Pressedienst Nr. 188/16 – Wohnungsbau/Städtebau

Berlin, 04. August 2016

Wohnungsbau/Städtebau
Baustaatssekretär Adler würdigt Lüneburg für Sanierung und Erhalt
seines historischen Bestands
Förderplakette „Nationales Projekt des Städtebaus" überreicht

Mit der Sicherung und dem Erhalt des historischen Wasserviertels ist
Lüneburg um einen Anziehungspunkt reicher. Bei einem Besuch verschiedener
Wohnungs- und Städtebauprojekte in der Hansestadt sagte
Bau-Staatssekretär Gunther Adler: „Wenn Städte mit ihrem kulturellen
und bauhistorischen Erbe sorgsam umgehen, kann der Wohnungsbau in
besonderer Weise davon profitieren. Mit der Sanierung von Baudenkmälern
und städtischen Ensembles, der Umnutzung von Gebäuden und sensibel
eingefügten Neubauten hat Lüneburg ein Wohnumfeld, das viele reine
Neubauquartiere so nicht bieten können." Im Wasserviertel und anderen
Quartieren zeige sich, wie eine Mittelstadt mit stolzer Tradition ihre
Identität wahren kann, ohne am Ende museal und leblos zu wirken.

Für das Gebäudeensemble Rathaus und Franziskanerkloster überreichte
Staatssekretär Adler Oberbürgermeister Ulrich Mädge die Förderplakette
„Nationales Projekt des Städtebaus". Das Gebäudeensemble war im Jahr
2015 mit einem Bundeszuschuss in Höhe von 3 Millionen Euro in das
Förderprogramm aufgenommen worden. Daneben wird das Quartier Kaltenmoor
und Am Weißen Turm im Rahmen des Bundesprogramms „Bildung, Wirtschaft,
Arbeit im Quartier" (BIWAQ) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds
und des Bundesbauministeriums unterstützt.

Das Programmgebiet Westliches Wasserviertel in Lüneburg hat seit 2007
umfangreiche Bundesfinanzhilfen aus dem Programm Städtebaulicher
Denkmalschutz erhalten. Dabei flossen Zuschüsse unter anderem in die
Modernisierung und Instandsetzung von privaten Häusern, die
Modernisierung des Stifts Roter Hahn und die Sanierungsplanung zahlreicher
Straßen, unter anderem der denkmalgeschützten Salzstraße am Wasser. Die
Bebauung stammt überwiegend aus der Zeit vor 1918.

Bei Gesprächen mit dem Oberbürgermeister und mit Vertretern lokaler
Wohnungsbauunternehmen betonte Adler die besondere Rolle des sozialen
Wohnungsbaus für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Adler: „Der Bund
hat die Aufstockung der Mittel für den dringend benötigten sozialen
Wohnungsbau beschlossen. In den nächsten beiden Jahren stellen wir den
Ländern 500 Millionen Euro zusätzlich als Kompensationsmittel zur
Verfügung. Ab dem 1. Januar 2017 stehen damit über 1,5 Milliarden Euro
aus Mitteln des Bundes bereit. Nun sind die Länder gefordert, die vom
Bund zur Verfügung gestellten Mittel mit eigenen Haushaltsmitteln
deutlich aufzustocken und in den Wohnungsbau zu investieren."



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