Donnerstag, 16. Juni 2016

BMUB-Pressedienst Nr. 139/16 – Artenschutz/CITES

Berlin, 16. Juni 2016

Artenschutz/CITES
Ohne Horn kein Nashorn
BMUB wirbt in Berliner U-Bahn für Artenschutz
und gegen Wilderei

Ein Nashorn, das beim Öffnen der Türen sein Horn verliert – mit dieser
bildlichen Darstellung auf Zügen der Berliner U-Bahn wirbt
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ab heute für einen besseren
Schutz bedrohter Tiere gegen Wilderei. „Ohne Horn kein Nashorn" – so
das Motto der Aktion, mit der Hendricks einen Monat lang auf einen
denkwürdigen Jahrestag hinweist: Vor 40 Jahren – am 20.Juni 1976 –
trat das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) in Deutschland in Kraft.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Das abgetrennte Horn auf den
Zügen reist nur durch den Berliner Untergrund. Echtes Nashornhorn wird
hingegen über viele Staaten geschmuggelt. Daher sind wir alle gefordert,
diesem kriminellen Treiben ein Ende zu setzen. Auch Touristen haben eine
wichtige Rolle im Kampf für den Artenschutz: Im Urlaub ist Vorsicht
angezeigt: Auf Fernreisen sollten Wildtierprodukte oder gar lebende Tiere
am besten gar nicht gekauft werden."

Im vergangenen Jahr wurden allein in Afrika mehr als 20.000 Elefanten und
über 2.000 seltene Nashörner von Wilderern erlegt. Der Wildtierschmuggel
ist heute sehr professionell organisiert und befördert Korruption und
regionale Sicherheitsprobleme in ohnehin politisch sensiblen Staaten.

Vom 23. September bis zum 5. Oktober 2016 wird in Johannesburg die 17.
Vertragsstaatenkonferenz von CITES stattfinden. Eines der kontroversen
Themen dieser Konferenz wird ein Antrag Swasilands zur Freigabe des
Handels seiner Nashornhorn-Lagerbestände sein. Hendricks: „Die illegale
Handel mit Nashornhorn ist außer Kontrolle. Eine Freigabe des Handels
kann in einer solchen Situation nicht richtig sein und sendet ein falsches
Signal. Ich werden diesen Antrag nicht unterstützen."

Das Bundesumweltministerium finanziert jährlich mit 3 Millionen Euro
Projekte zur Bekämpfung des illegalen Handels von Elfenbein und
Nashornhorn. Hierbei wird die gesamte illegale Handelskette zwischen
Afrika und Asien berücksichtigt. Elemente dieses Engagements sind
einerseits die Sicherung der Schutzgebieten, Verbesserung der
Rechtsgrundlagen und des Artenschutzvollzuges. Ein weiterer Schwerpunkt
liegt in der Unterstützung von Kampagnen zur Reduzierung der Nachfrage in
den Zielländern.

Auch deutsche Urlauber tragen – häufig ohne Absicht – zur Nachfrage
nach Wildtierprodukten bei. Dabei handelt es sich oft um Touristen, die
von ihrer Urlaubsreise Souvenirs mitbringen: insbesondere Steinkorallen
und Reptilienlederprodukte, aber auch Elfenbeinschnitzereien, Kobras in
Alkohol, Schildkrötenpanzer oder lebende Schildkröten. Gezielte
Informationen für Reisende sind daher einer der Schlüssel zur
Bekämpfung des illegalen Artenhandels. Geeignete Informationen bieten der
Zoll und das Bundesamt für Naturschutz unter www.artenschutz-online.de

Ab heute werden in Berlin für einen Monat lang (bis zum 15. Juli) 14
Doppelwagen der BVG auf den U-Bahnlinien U5-U9 und ein Doppelwagen auf den
U-Bahnlinien U1-U4 mit einem Nashorn als Motiv beklebt fahren. Fotos von
der Aktion „Ohne Horn kein Nashorn" finden Sie in Kürze unter
www.bmub.bund.de/G50323

Ein Informationspapier „40 Jahre Artenschutzabkommen CITES in Deutschland
finden Sie unter www.bmub.bund.de/N53141


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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
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Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler und Frauke Stamer
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