Montag, 13. Juni 2016

BMUB Pressedienst Nr. 133/16 - Stadtentwicklung/Gärten

Berlin, 13. Juni 2016

Stadtentwicklung/Gärten
Grün und bunt – Kleingärten in der Stadt
Ministerin Hendricks startet Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau"

Bundesumwelt- und Bauministerin Barbara Hendricks hat heute den Startschuss
für den Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau" 2018 gegeben. Dieser
Bundeswettbewerb ist Deutschlands wichtigster Ideenwettbewerb zur urbanen
Gartenkultur. Nach einem zweistufigen Verfahren auf Landes- und
Bundesebene werden die Sieger im Sommer 2018 von einer Kommission
ermittelt.

Mit dem Wettbewerb werden besondere städtebauliche, ökologische,
gartenkulturelle und soziale Leistungen gewürdigt, mit denen
Kleingärtnervereine über die Grenzen der Gartenanlage hinaus positive
Impulse in das Wohnumfeld senden. Ausgezeichnet werden Städte, Gemeinden
und deren beispielhafte Kleingartenpolitik, die in besonderer Weise das
Thema des Wettbewerbs „Kleine Gärten - Bunte Vielfalt" umgesetzt
haben. Zugleich wird mit dem Wettbewerb das bürgerschaftliche Engagement
der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner ausgezeichnet und die
Öffentlichkeit auf die Leistungen und Wirkungen des Kleingartenwesens
für die Gesellschaft aufmerksam gemacht.

Ministerin Hendricks: „Kleingärten geben nicht nur Impulse für die
grüne Stadtentwicklung. Sie sind zugleich Inseln der Erholung im
hektischen Getriebe der Städte und Orte für gemeinschaftliche Arbeiten
und Erlebnisse. Somit kommt ihnen auch eine soziale,
integrationsfördernde Rolle zu. Auch diesen Aspekt werden wir im
Wettbewerb gebührend würdigen."

Der Wettbewerb erfolgt in einem zweistufigen Verfahren: Zunächst werden
sich in den Landeswettbewerben 2016 und 2017 aus den ca. 14.000
Kleingartenanlagen 24 Kleingärten für die Endrunde des Bundeswettbewerbs
qualifizieren. Eine Bundesbewertungskommission - bestehend aus sieben
Vertretern unterschiedlicher Institutionen - wird im Sommer 2018 diese
Kleingartenanlagen besichtigen und begutachten und daraus die Sieger
ermitteln. Die Bewertung der Kleingartenanlagen erfolgt in verschiedenen
Kategorien. So soll in Zukunft z.B. der ökologischen Bedeutung von
Kleingärten in unseren Städten und Gemeinden noch höhere Wertschätzung
zukommen.

Der Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau" wird gemeinsam vom
Bundesumwelt- und Bauministerium und vom Bundesverband Deutscher
Gartenfreunde e.V. (BDG) veranstaltet. Der Wettbewerb, der alle vier Jahre
stattfindet, geht in die 24. Runde. Landesverbände, Landesministerien und
kleingärtnerische Organisationen können den Auslobungstext ab sofort
unter http://www.kleingarten-bund.de abrufen.

Das Kleingartenwesen hat in Deutschland eine lange Tradition: Bereits im
Jahr 1814 wurde in Kappeln an der Schlei (Schleswig-Holstein) der erste
Kleingartenverein gegründet. Der Bundes-wettbewerb „Gärten im
Städtebau" wird seit 1951 ausgelobt.


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