Mittwoch, 27. April 2016

BMUB Pressedienst Nr. 091/16 - Naturbewusstseinsstudie

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesamt für Naturschutz

Berlin, 27. April 2016

Naturbewusstseinsstudie: Deutsche wollen strengere Regeln für die
Landwirtschaft
Umfrage belegt auch Wert von Stadtnatur für die Bevölkerung

Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich strengere Regeln und
Gesetze für die Landwirtschaft. Landwirte sollen mehr Rücksicht auf
Natur und Tierwohl nehmen. Den Einsatz von Genpflanzen lehnen die
Deutschen klar ab. Das sind einige Ergebnisse der neuen
Naturbewusstseinsstudie, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und
BfN-Präsidentin Beate Jessel heute in Berlin vorgestellt haben.

Hendricks: „Die Bürgerinnen und Bürger senden uns starke Signale im
Bereich der Agrarpolitik. Die Deutschen wünschen sich eine
Landwirtschaft, die naturverträglich ist und das Wohl der Tiere
respektiert. Es gibt eine große gesellschaftliche Mehrheit für eine
Agrarwende. Das bestärkt mich in meiner Forderung, das System der
Agrarsubventionen vom Kopf auf die Füße zu stellen. Zahlungen an
Landwirte soll es zukünftig nur bei einem gesellschaftlichen Mehrwert
geben und nur bei konkreten Leistungen für die Natur. Was die
Bevölkerung zu Recht nicht akzeptiert, sind gentechnisch veränderte
Pflanzen."

BfN-Präsidentin Beate Jessel: „Die Naturbewusstseinsstudie zeigt eines
ganz deutlich: Die Natur spielt für die Bevölkerung eine sehr wichtige
Rolle und hat für die Menschen eine hohe persönliche Bedeutung.
Bemerkenswert sind jedoch die Unterschiede zwischen den Generationen und
zwischen der Stadt- und Landbevölkerung. So sehen junge Menschen seltener
Handlungsbedarf als ältere. Großstädter messen der Natur eine geringere
Wertschätzung bei als Menschen, die in kleineren Orten leben. Diese
Erkenntnisse bestärken uns in unserem Ziel, uns für eine positive
Mensch-Natur-Beziehung einzusetzen, insbesondere bei der jungen
Bevölkerung und den Menschen in der Stadt."

Die aktuelle Naturbewusstseinsstudie hat zum ersten Mal detailliert die
Einstellung der Deutschen zum Themenbereich Naturschutz und Landwirtschaft
abgefragt. Demnach befürworten 83 Prozent der Befragten strengere Regeln
und Gesetze zum Schutz der Natur in der Landwirtschaft (45 Prozent „voll
und ganz"/38 Prozent „eher"). 92 Prozent wünschen sich, dass
Landwirtinnen und Landwirte die Auswirkungen ihres Tuns auf die Natur
beachten. 93 Prozent fordern die Beachtung des Tierwohls bei der
Lebensmittelproduktion. 76 Prozent halten es für wichtig, dass der
Einsatz von Genpflanzen in der Landwirtschaft verboten wird.

Die Naturbewusstseinsstudie enthält zudem erstmals repräsentative Daten
zum Thema „Stadtnatur". 94 Prozent der Befragten sind der Meinung,
Natur solle möglichst in allen Teilen der Stadt zugänglich sein. Die
Daten zeigen, dass gerade einkommensschwache und ältere Menschen die
Stadtnatur besonders häufig nutzen.

Hendricks: „Immer mehr Menschen ziehen in die Städte, wollen aber die
Natur nicht missen. Stadtnatur ist auch eine Frage der sozialen
Gerechtigkeit. Alle Bürgerinnen und Bürger sollen Natur in der Stadt zu
Fuß erreichen können. Wir wollen darum dabei helfen, die Siedlungen
grüner zu machen – mit Stadtparks und Straßenbepflanzungen, aber auch
durch die Begrünung von Fassaden und Dächern oder die Förderung von
„urban gardening" oder interkulturellen Gärten."

Ein Informationspapier mit wesentlichen Aussagen der
Naturbewusstseinsstudie finden Sie hier: www.bmub.bund.de/N53019

Die komplette Studie zum Download finden Sie hier: www.bmub.bund.de/N53020

Informationen zur Naturschutz-Offensive des BMUB finden Sie hier:
http://www.bmub.bund.de/naturschutz-offensive_2020/

Informationen zum Thema „Grün in der Stadt" finden Sie hier:
http://www.bmub.bund.de/themen/stadt-wohnen/stadtentwicklung/gruen-in-der-stadt/

Das BMUB auf Twitter: @bmub

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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
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