Montag, 18. April 2016

BMUB-Pressedienst Nr. 080/16 – Chemiekaliensicherheit/Gesundheit

Berlin, 18. April 2016

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Umweltbundesamt



Deutlich weniger Quecksilber und Blei, mehr Weichmacher
Flasbarth: Human- und Umweltprobenbanken sind unverzichtbar
Welche Schadstoffe belasten heute Menschen und welche sind durch
Umweltgesetze zurückgegangen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich ab
heute Fachleute auf der internationalen Konferenz „Wissenschaft und
Politik für eine gemeinsame Zukunft" in Berlin. Im Mittelpunkt stehen
unter anderem neue Erkenntnisse aus weltweit bedeutsamen
Human-Biomonitoring-Programmen (HBM) wie Kanada, Israel oder den USA. In
seiner Eröffnungsrede sagte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth:
„Human-Biomonitoring ist ein hervorragendes Warnsystem, um
problematische Schadstoffbelastungen der Bevölkerung frühzeitig zu
erkennen. Damit können wir den Erfolg unserer Chemikalienpolitik
kontrollieren und neuen Handlungsbedarf identifizieren."

Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes: „Die,
klassischen' Chemikalien wie Blei, Quecksilber, Cadmium, DDT und PCB
sind in Deutschland ganz maßgeblich zurückgegangen. Sorgen bereiten uns
heute aber, unter anderem, die hohen Belastungen von Kindern mit
bestimmten Weichmachern, die in großem Umfang in der
Kunststoffherstellung Verwendung finden und mit häufig wenig untersuchten
Stoffen, die als Ersatzstoffe für mittlerweile verbotene Stoffe
eingesetzt werden."

Flasbarth betonte: „Human-Biomonitoring-Daten müssen auch einen Beitrag
zur europäischen Chemikalienpolitik liefern. Um dabei vorsorgend und
systematisch vorgehen zu können, brauchen wir eine verstärkte
internationale Zusammenarbeit. Die EU-Kommission hat jetzt hierzu die
Initiative ergriffen. Aber auch jenseits der EU müssen wir unsere Daten
und Initiativen vernetzen, weil Chemikalien weltweit eingesetzt
werden."

Auf zweitägigen Konferenz „Human-Biomonitoring – Wissenschaft und
Politik für eine gesunde Zukunft" diskutieren Fachleute aus 35 Ländern
über Probleme und Erfolge langjähriger HBM-Programme. In zwei
Podiumsdiskussionen werden dabei auch politisch-strategische Aspekte des
HBM und seine Verankerung in der Chemikalienpolitik erörtert. Die
Konferenz wird von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt
organisiert.

HBM ist für den gesundheitsbezogenen Umweltschutz ein zentrales
Informations- und Kontrollinstrument: HBM-Studien liefern der
Umweltpolitik wissenschaftlich fundierte Daten zu Stoffen im menschlichen
Organismus, zu Bevölkerungsgruppen mit besonders hohen Belastungen und zu
den Effekten chemikalienrechtlicher Regelungen. Auf dieser Grundlage kann
das Schutzniveau der Bevölkerung beurteilt und weiterer Handlungsbedarf
identifiziert werden.

Weitere Informationen:
2. Internationale Human-Biomonitoring-Konferenz 2016 in Berlin:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/2-internationale-human-biomonitoring-konferenz-2016
Die Umweltprobenbank des Bundes: https://www.umweltprobenbank.de/de
Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/belastung-des-menschen-ermitteln/deutsche-umweltstudie-zur-gesundheit-geres

Das BMUB auf Twitter: @bmub

----------------------------------------------------------------------------
Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler und Frauke Stamer
Telefon: 030 18 305-2018
E-Mail: presse@bmub.bund.de Internet: www.bmub.bund.de/presse
Twitter: www.twitter.com/BMUB Youtube: www.youtube.de/umweltministerium

----------------------------------------------------------------------------
Diese Nachricht erhalten Sie aufgrund Ihres Eintrags in unserer
Mailing-Liste. Wenn Sie diesen Service nicht mehr in Anspruch
nehmen möchten oder sich Ihre E-Mail-Adresse geändert hat, nutzen
Sie den Abmelde-Service:
http://www.bmub.bund.de/newsletter-abmelden/

----------------------------------------------------------------------------
Dies ist eine automatisch erzeugte E-Mail. Antworten Sie bitte nicht an
die Absenderadresse, sondern nutzen Sie für Ihre Mitteilungen das
Kontaktformular auf der Internetseite:
www.bmub.bund.de/kontakt

Keine Kommentare: