Donnerstag, 14. April 2016

BMUB Pressedienst Nr. 077/16 - Verkehr/Elekromobilität

Berlin, 14. April 2016

Gemeinsamme Pressemitteilung

Ergebniskonferenz Schaufenster Elektromobilität
Mehr Know-how und Sichtbarkeit für Elektromobilität

Heute beginnt in Leipzig die zweitägige Ergebniskonferenz zum
ressortübergreifenden Förderprogramm „Schaufenster
Elektromobilität". Mit dem Förderprogramm hat die Bundesregierung seit
2012 Fördermittel in Höhe von 180 Millionen Euro zur Verfügung
gestellt. Das gesamte Projektinvestitionsvolumen - unter Einbeziehung des
Projektengagements aller Projektpartner in Bund und Ländern - beläuft
sich insgesamt auf knapp 400 Millionen Euro. Auf der Konferenz werden die
Ergebnisse aus den Schaufensterregionen Sachsen-Bayern,
Berlin-Brandenburg, Baden-Württemberg und Niedersachsen zusammen mit
einer begleitenden Elektrofahrzeugausstellung dem Fachpublikum und der
breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel: „Das
Thema Elektromobilität entscheidet zusammen mit der Digitalisierung über
die Zukunft der Automobilindustrie. Deutschland will Leitmarkt auch für
dieses neue Automobilzeitalter sein. Dazu ist es nötig, sich über die
gesamte Bandbreite der anstehenden technologischen Veränderungen zu einer
gemeinsamen industriepolitischen Strategie zu verständigen. Hierfür
brauchen wir u.a. auch geeignete Anreize zur Verbesserung der
Marktentwicklung."

Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Alexander
Dobrindt: „Mit Elektromobilität und automatisiertem, vernetztem Fahren
stehen wir vor der größten Mobilitätsrevolution seit Erfindung des
Automobils. Wir führen diese Entwicklung an und das soll so bleiben. Mit
dem Schaufensterprogramm haben wir gezeigt: Elektromobilität
funktioniert. Jetzt geht es darum, eine flächendeckende Ladeinfrastruktur
zu schaffen. Unser Vorschlag: 15.000 zusätzliche Ladesäulen in ganz
Deutschland aufbauen."

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Unsere Ziele im Klimaschutz
werden wir nur erreichen, wenn wir die verkehrsbedingten CO2-Emissionen
deutlich senken. Ein Schlüssel dazu ist der Ausbau der Elektromobilität,
gestützt auf erneuerbare Energien. Gleichzeitig verringert
Elektromobilität die Luft- und Lärmbelastung und macht unsere Städte
attraktiver. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag für eine
lebenswerte Zukunft."

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Professor Wanka:
„Erfolgreiche Elektromobilität braucht mehr qualifizierte Fachkräfte.
In Deutschland haben wir frühzeitig dafür in der beruflichen und
akademischen Ausbildung die Weichen gestellt. Wir müssen aber weiterhin
Jugendliche über die beruflichen Chancen im Zusammenhang mit
Elektromobilität informieren. Es sind die Arbeitsplätze von morgen. "

Im Jahr 2012 hat die Bundesregierung das Schaufensterprogramm zur
Elektromobilität gestartet. Ziel des noch bis zum Jahresende laufenden
Programms ist es, in Deutschland vorhandene Kompetenzen bei
Elektrofahrzeugen, Energieversorgung und Verkehrssystemen zu bündeln. Vor
allem aber soll die Elektromobilität in der Praxis für die Bürgerinnen
und Bürger sichtbar und erfahrbar gemacht werden.

In den vier Schaufensterregionen Sachsen-Bayern, Berlin-Brandenburg,
Baden-Württemberg und Niedersachsen sind rund 500 Partner aus Wirtschaft,
Wissenschaft, Kammern, Verbänden und öffentlicher Hand in insgesamt 145
Projekten beteiligt. In den vier Schaufensterregionen kamen über 3.600
Elektrofahrzeuge zum Einsatz.

Demonstrations- und Pilotvorhaben wie spezielle E-Rad-Schnellwege
(Niedersachsen), eine Elektromobilitäts-Fahrschule (Berlin-Brandenburg),
E-Fahrzeuge für Langstreckenpendler (Bayern-Sachsen) oder eine
bürgeroffene Reparaturwerkstatt für Elektro¬fahrzeuge
(Baden-Württemberg) lieferten neben Testvorhaben zur Schnell- und
Normalladerinfrastruktur in allen Schaufenstern umfangreiche Erkenntnisse
zur Know-how-Komplettierung in den Bereichen Elektrofahrzeuge,
Energieversorgung und Verkehrssysteme.

Die Vernetzung von Innovation und Ausbildung spielt in den
Bildungsprojekten der Schaufenster eine wichtige Rolle. Gefördert werden
innovative Modell-Projekte im Bereich der Qualifizierung für
Elektromobilität, die unterschiedliche Themen und Zielgruppen aufgreifen,
angefangen von mobilen Demonstrations- und Informationszentren – die
u.a. Informationen für rund 5.700 Schülerinnen und Schüler boten –
über Schulungen im Bereich der Hochvolttechnik bis zur Konzeption neuer
Ausbildungsmodule und spezifischer Studiengänge „Elektromobilität".

Die Ergebnisse der Schaufensterprojekte wurden mit wissenschaftlicher
Begleitforschung in zwölf Schlüsselthemen – von Batterie bis
Verkehrsmanagement – zusammengefasst und sollen in den kommenden vier
Jahren in die beschleunigte Weiterentwicklung von Fahrzeugen,
Infrastruktur und Gesetzgebung einfließen.

Nähere Infos finden Sie unter www.schaufenster-elektromobilität.org und
www.ergebniskonferenz-2016.de


Herausgeber:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Scharnhorststraße 34-37
10115 Berlin

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Invalidenstraße 44
10115 Berlin

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Kapelle-Ufer 1
10117 Berlin

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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
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