Freitag, 18. März 2016

BMUB Pressedienst Nr. 060/16 -- Bundesbau

Berlin, 18. März 2016

Bundesbau
Hendricks will Bundesbauten im Kosten- und Zeitrahmen halten
Aktionsprogramm „Reform Bundesbau" vorgelegt

Bundesbauministerin Barbara Hendricks hat dem Bundestag Vorschläge für
eine bessere Kosten-, Termin- und Qualitätssicherheit bei Bundesbauten
vorgelegt. Das Aktionsprogramm „Reform Bundesbau" beschreibt 34
Maßnahmen, mit denen sich mittel- und längerfristig die Kosten und
Terminrisiken bei Großbauten des Bundes senken lassen. „Ich finde es
nicht akzeptabel, dass vier von zehn Projekten deutlich teurer werden als
geplant", sagte Hendricks. „Darauf reagiere ich nun mit dem
Reformprogramm Bundesbau."

Im Sommer 2014 hatte das Bundesbauministerium eine transparente
Bestandsaufnahme der Kosten- und Terminrisiken bei rund 40 Großbaustellen
des Bundes vorgelegt und eine Ursachenanalyse und Lösungsvorschläge
angekündigt. Dafür wurden 300 Hochbauprojekte des Bundes untersucht, die
in den Jahren von 2000 bis 2015 fertig gestellt wurden. 60 Prozent dieser
Projekte liegen im Kostenrahmen, 65 Prozent im Terminrahmen.

An erster Stelle der 34 Maßnahmen wird eine belastbare Bedarfsplanung
gefordert, die realistische Termin- und Kostenaussagen ermöglicht. So
müssten auch mögliche Projektrisiken und absehbare Baukostensteigerungen
berücksichtigt werden. Bei der Vergabe soll nicht nur der Preis
entscheiden, sondern die Qualifikation der Planer und Bauunternehmen im
Vordergrund stehen. Zudem müsse es zur Regel werden, dass das
Projektmanagement durch die Bundesbauverwaltung selbst wahrgenommen wird,
da dies eine originäre Bauherrenaufgabe ist. Grundvoraussetzung dafür
ist allerdings eine angemessene Ausstattung und weiterer Kompetenzaufbau
bei der Bundesbauverwaltung.

Barbara Hendricks: „Mein Ziel ist es, noch in dieser Legislaturperiode
die notwendigen Schritte und Maßnahmen einzuleiten, damit Bundesbauten in
punkto Baukosten und Termintreue verlässlicher werden. Dabei richtet sich
das Reformprogramm an alle Baubeteiligten von der Bauverwaltung über die
Nutzer bis zu Planern und Baufirmen."

Weitere Informationen zum Aktionsprogramm „Reform Bundesbau" unter
http://www.bmub.bund.de/P4220

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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler und Frauke Stamer
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