Dienstag, 26. Januar 2016

BMUB Pressedienst Nr. 014/15 -- Architektur/Geschichte

Berlin, 26. Januar 2016

Ein Haus mit bewegter Geschichte
Eine Fotoausstellung zeigt den BMUB-Dienstsitz
am Potsdamer Platz im Wandel der Zeit

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat heute gemeinsam mit
Staats-sekretär Gunther Adler eine Fotoausstellung zur Geschichte des
BMUB-Dienstgebäudes am Potsdamer Platz eröffnet. Unter dem Titel
„Zwischen Ost und West: Ein Gebäude im Wandel deutscher Geschichte"
wird mit eindrucksvollen Bilddokumenten die wechselvolle Historie des
Gebäudes in der Stresemannstraße 128-130 gezeigt: Von der Fertigstellung
des Baus vor genau 100 Jahren über seine Lage inmitten der
DDR-Grenzsperranlagen bis zu seinem Umbau als Dienstgebäude des
Ministeriums.

„Der Berliner Dienstsitz des BMUB befindet sich an einem spannenden
historischen Ort", so Bundesministerin Barbara Hendricks in ihrer
Eröffnungsrede. Während des Ersten Weltkrieges als preußisches
Verwaltungsgebäude errichtet, wurde das Haus im Kalten Krieg zu einem
außergewöhnlichen Sinnbild der deutschen Teilung. Es befand sich im
sogenannten „Todesstreifen", der West- und Ostdeutschland voneinander
trennte. Daran erinnern heute noch Fragmente der früheren
Hinterlandmauer, die an ihrem originalen Standort erhalten wurden und
architektonisch in das Ministerium integriert sind.

Bundesministerin Hendricks: „Mit dieser Ausstellung machen wir die
historischen Hintergründe dieses Gebäudes erstmals einer breiteren
Öffentlichkeit zugänglich. Die Berliner Mauer ist ein mahnendes Zeugnis
für die menschenverachtende Politik, der wir Deutschen einmal ausgesetzt
waren."

Staatssekretär Adler: „Die Mauer wird uns immer als ein Mahnmal der
Teilung im Gedächtnis bleiben. Wenn wir heute darauf blicken, können wir
froh sein, dass die Bevölkerung der DDR die Kraft aufgebracht hat, sich
von Unfreiheit und Unterdrückung zu befreien. Die Dauerausstellung soll
dem Informationsbedürfnis der Gäste und Besucher des Hauses aber auch
der vielen Touristen, die täglich an unserem Ministerium vorbeikommen,
Rechnung tragen."

Die insgesamt sechs Fotoplatten mit erläuternden Texten in deutscher und
englischer Sprache können ab heute in den Schaufenstern des
Sonderausstellungsraums des Bun-desumweltministeriums (Ecke
Stresemannstraße/Erna-Berger-Straße) besichtigt werden. Das Projekt
wurde fachlich unter anderem von der „Stiftung Berliner Mauer"
begleitet. Direktor der Stiftung ist Prof. Dr. Klausmeier.



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