Mittwoch, 20. Januar 2016

BMUB Pressedienst Nr. 011/16 - Vogelschutz

Berlin, 20. Januar 2016

Breite Unterstützung für Schutz von Greifvögeln
Ministerin Hendricks nimmt Petition des NABU entgegen

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat heute eine Petition des
Naturschutzbunds NABU gegen die illegale Verfolgung von Greifvögeln
entgegen genommen. Die Petition, die sich an die Umwelt- und Innenminister
der Länder und des Bundes richtet, wurde laut NABU von 46.600
Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet. Hendricks sagte zu, sich für
einen effektiveren Schutz von Greifvögeln einzusetzen.

Hendricks: „Auch in Deutschland werden immer noch viel zu viele
Greifvögel illegal getötet. Das muss sich ändern. Adler, Milane,
Falken, Habichte und die anderen Greifvögel brauchen unseren Schutz. Wir
haben die nötigen Gesetze, aber deren Durchsetzung kann und muss noch
besser werden. Wo es nötig ist, wird sich das Bundesumweltministerium
für einen effektiveren Vollzug einsetzen."

Das Bundesumweltministerium fördert seit 2015 und bis 2018 ein vom
„Komitee gegen den Vogelmord" durchgeführtes Projekt namens
„EDGAR" (Erfassungs- und Dokumentationsstelle Greifvogelverfolgung und
Artenschutzkriminalität"), um bundesweit zu ermitteln, wie groß das
Ausmaß der illegalen Greifvogelverfolgung in Deutschland ist. Analysiert
werden soll zudem, mit welchen Maßnahmen sich die Greifvögel effektiver
schützen lassen. Auf dieser Faktenbasis können dann weitere Gespräche
mit den Ländern geführt werden.

Für den Vollzug der Naturschutzregeln sind die Länder zuständig. Als
vorbildlich gilt dabei Nordrhein-Westfalen, wo das zuständige
Umweltministerium eine Stabsstelle zur Bekämpfung von Umweltkriminalität
geschaffen hat, die sich auch um die Strafverfolgung von
Greifvogeldelikten kümmert.

Weitere Informationen und Beratungsangebote zum Thema finden Sie auf der
EDGAR-Projektseite http://www.greifvogelverfolgung.de/.


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