Montag, 28. Dezember 2015

BMUB-Pressedienst Nr. 352/15 -- Wohngeld

BMUB-Pressedienst Nr. 352/15
Berlin, 28. Dezember 2015

Wohngeld


Das Wohngeld wird zum 1. Januar 2016 erhöht
Reform des Bundesbauministeriums entlastet Menschen mit geringen
Einkünften bei ihren Wohnkosten

Erstmals nach sechs Jahren wird zum 1. Januar 2016 das Wohngeld erhöht.
Von dem erhöhten Wohngeld werden rund 870.000 Haushalte profitieren.
Darunter sind mehr als 320.000 Haushalte, die neu oder wieder
wohngeldberechtigt werden.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks: "Wohnen muss auch bei steigenden
Mieten bezahlbar bleiben. Mit unserer Wohngeldreform sorgen wir dafür,
dass viele Geringverdiener und Familien bei den Mietkosten entlastet
werden."

Mit dem Gesetz zur Reform des Wohngeldrechts vom 2. Oktober 2015 wird zum
einen die Wohngeldleistung erhöht. Dabei wird neben dem Anstieg der
Bruttokaltmieten und der Einkommen auch der Anstieg der warmen Nebenkosten
und damit der Bruttowarmmiete insgesamt seit der letzten Wohngeldreform
2009 berücksichtigt. Zum anderen werden die Miethöchstbeträge, bis zu
denen die Miete beziehungsweise die Belastung für Eigentümerinnen und
Eigentümer bezuschusst wird, regional gestaffelt angehoben. In den
Regionen mit stark steigenden Mieten werden die Miethöchstbeträge
überdurchschnittlich erhöht.

Mit der Reform erhält beispielsweise eine alleinerziehende Mutter mit zwei
Kindern, die für 520 Euro Bruttokaltmiete in Essen wohnt und über ein
Bruttoeinkommen von monatlich 1380 Euro verfügt, ab 1. Januar 2016 ein
Wohngeld in Höhe von 137 Euro. Nach dem alten Recht hatte sie lediglich
Anspruch auf 52 Euro. Bei einem alleinstehenden Rentner, der 360 Euro
Bruttokaltmiete für seine Wohnung in Merseburg bezahlt und eine
Bruttorente von 850 Euro bezieht, erhöht sich mit der Reform das Wohngeld
von 33 Euro auf 91 Euro.

Wohngeldbescheide, die im Jahr 2015 erteilt worden sind und in das Jahr
2016 hineinreichen, werden von den Wohngeldbehörden nach dem 1. Januar
2016 automatisch im Hinblick auf ein höheres Wohngeld überprüft.
Hierfür ist kein neuer Antrag erforderlich. Wohngeld wird von Bund und
Ländern je zur Hälfte gezahlt.

Das Wohngeldgesetz, die ab 1. Januar 2016 gültigen Wohngeldtabellen und
weitere Informationen rund ums Wohngeld finden Sie unter
www.bmub.bund.de/P3084/

Weitere Informationen:
http://www.bmub.bund.de/wohnungswirtschaft

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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler und Frauke Stamer
Telefon: 030 18 305-2018
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