Samstag, 5. Dezember 2015

BMUB Pressedienst Nr. 337/15 -- Klimaschutz/Finanzen

BMUB Pressedienst Nr. 337/15
Berlin, 5. Dezember 2015

Klimaschutz/Finanzen


Neues Instrument der Klimafinanzierung soll Milliarden-Investition in
saubere Energie für Afrika mobilisieren

Mit einem neuen Instrument der Klimafinanzierung will das
Bundesumweltministerium Investitionen in saubere Energien in Afrika
anstoßen. Dafür setzt das Ministerium eine Anschubfinanzierung von 30
Millionen Euro aus der Internationalen Klimaschutzinitiative ein. Diese
soll dann über eine Absicherung von Währungsrisiken deutlich größere
Investitionen - in Höhe von bis zu 1,3 Milliarden US-Dollar –
mobilisieren.

Währungsschwankungen gehören zu den größten Investitionsrisiken in
vielen Ländern Afrikas. Das gilt besonders für die kapitalintensiven
Investitionen in erneuerbare Energien. Investoren müssten Kredite in
Dollar oder Euro aufnehmen – scheuen aber das Risiko, weil sie selbst in
Lokalwährung bezahlt werden.

Helfen kann hier eine Absicherung der Währungsrisiken. Konkret soll die
KfW Entwicklungsbank über den Amsterdamer Währungsabsicherer TCX eine
Risikoabsicherung für Investitionen in erneuerbare Energien und
Energieeffizienz anbieten. Zielgruppe sind Investoren in Ländern wie
Ruanda, Uganda, Kenia, Tansania, Sambia und Ghana. Später soll das
Projekt auch auf weitere Kontinente ausgeweitet werden, zum Beispiel
Asien.

Dabei ergibt sich eine doppelte Hebelwirkung: Das Bundesumweltministerium
sichert über die KfW als bekannter und vertrauenswürdiger Investor mit
30 Millionen Euro die riskantesten Investitionen ab, so dass weitere
Finanzierungspartner einen Anreiz haben, zusätzliche Mittel bei TCX
einzuzahlen. Insgesamt wird so mit einem Kapitalstock in Höhe von bis zu
150 Millionen Euro gerechnet. Damit wiederum könnten nach Berechnungen
der KfW in den nächsten zehn Jahren Klima-Investitionen in
Entwicklungsländern in Höhe von bis zu 1,3 Milliarden US-Dollar
abgesichert werden. Damit könnten Schätzungen zufolge bis zu 500.000
Tonnen CO2 jährlich reduziert werden.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: "Dieses Projekt zeigt, worauf es
in der Klimafinanzierung auch ankommt. Unser Ziel muss es sein, die
globalen Investitionsströme in die richtige Richtung zu lenken. Dabei
sind kluge Hebel gefragt, denn mit öffentlichen Mitteln allein können
wir das nicht erreichen. Am Ende brauchen wir in der Klimafinanzierung
eine gute Mischung, von klassischen Hilfszahlungen bis zu innovativen
Instrumenten."

Weitere Informationen:
http://www.bmub.bund.de/klimaschutzinitiative

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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler und Frauke Stamer
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