Mittwoch, 2. Dezember 2015

BMUB Pressedienst Nr. 332/15 -- Klimaschutz/Internationales

Berlin, 02. Dezember 2015

Klimaschutz/Internationales
Deutschland hilft Entwicklungsländern beim Aufbau von Messmethoden für
Klimagase

Wie misst man den Treibhausgasausstoß eines Landes? Antworten auf diese
Frage suchen nun zahlreiche Staaten, die vor Paris erstmals eigene
Klimaschutzbeiträge angekündigt haben. Gerade Entwicklungsländer
müssen viele der dafür nötigen Institutionen erst noch aufbauen. Über
den neuen MRV Trust Fund unterstützt das Bundesumweltministerium bis zu
20 Länder dabei, entsprechende Strukturen für die Berichterstattung und
Nachverfolgung nationaler Klimaschutz- und Anpassungsstrategien zu
entwickeln.

In einer ersten Startphase stellt das Bundesumweltministerium rund 7 Mio.
US-Dollar aus der Internationalen Klimainitiative bereit. Die Stiftung des
britischen „Children's Investment Fund" gibt weitere 3 Mio.
US-Dollar. Die Ausrichtung der Initiative wird auch von den
Partnerländern mitgestaltet – damit diese wirklich bekommen, was sie am
dringendsten brauchen.
Partnerländer sind zum Beispiel Costa Rica, Ghana und Vietnam.

Zielgruppe des MRV Trust Fund sind zum Beispiel Umweltbehörden,
Universitäten oder Statistikämter, die Kompetenz im Bereich der
Klimagas-Messungen aufbauen wollen. Zunächst soll es um die
Berichterstattung zu Emissionen aus Energiewirtschaft, Verkehr, Industrie
und Landwirtschaft gehen. Ziel ist, den Treibhausgasausstoß zu messen und
die Auswirkungen von Politikmaßnahmen auf das Klima abschätzen zu
können. Der Fonds wird vom Projektservicebüro der Vereinten Nationen
(UNOPS) in Kopenhagen betreut. Er ist offen für weitere Geber aus
Privatwirtschaft und Regierungen.

MRV steht in der Sprache der Klimadiplomaten für Monitoring, Reporting and
Verification. Das beschreibt das Zusammentragen von Daten zu
Treibhausgasemissionen, die Aufbereitung dieser Informationen in Berichten
und Inventaren sowie deren Überprüfung in einem internationalen Prozess.
In den Klimaverhandlungen ist MRV ein grundlegendes Thema. Denn nur ein
robustes Transparenzsystem kann das nötige Vertrauen zwischen den Staaten
schaffen, dass Klimaschutz-Zusagen nicht nur auf dem Papier stehen,
sondern auch real umgesetzt werden.

Der Fonds unterstützt zunächst bis zu 20 ausgewählte
Entwicklungsländer. Dabei sollen auch die MRV-Standards methodisch
weiterentwickelt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der
Weiterbildung von Entscheidungsträgern und Wissenschaftlern vor Ort. Sie
lernen, ihre natio-nalen Treibhausgasemissionen zu messen, den Ausstoß zu
überwachen und die Ergebnisse transparent zu veröffentlichen. Dies
sichert eine nachhaltige Implementierung. Das Sekretariat der
UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC), die Globale Umweltfazilität (GEF), das
UN-Umweltprogramm (UNEP) und der Grüne Klimafonds (GCF) sind eng mit in
die Arbeit eingebunden.


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