Montag, 30. November 2015

BMUB Pressedienst Nr. 329/15 -- Klimaschutz

Berlin, 30. November 2015

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche
Entwicklung und Zusammenarbeit

Gebererklärung: Mehr Hilfen für den Schutz der Wälder
Deutschland, Norwegen und Großbritannien geben 5 Mrd. Dollar bis 2020

Die drei größten Geber im internationalen Waldschutz, Deutschland,
Norwegen und Großbritannien, steigern ihre gemeinsame Finanzierung zum
Schutz und Wiederaufbau von Tropenwäldern. Im Zeitraum von 2015 bis 2020
werden sie insgesamt 5 Mrd. US-Dollar dafür einsetzen. Das verkündeten
die drei Regierungen am Rande des Weltklimagipfels in Paris. Auf
Deutschland entfallen rund 1,1 Mrd. US-Dollar.

Dadurch leisten diese drei Länder einen bedeutenden Beitrag zur Senkung
von Treibhausgasen. Im Gegenzug erwarten sie von den betroffenen
Schwellen- und Entwicklungsländern ehrgeizige Pläne zum Schutz ihrer
Wälder unter Einhaltung sozialer und ökologischer Standards.

Ein Beispiel dafür ist die neue Partnerschaft der drei Geber mit
Kolumbien, das sich durch eine ambitionierte Waldschutzpolitik
auszeichnet. So hat Kolumbien angekündigt, den Waldverlust bis 2020 zu
stoppen. In Paris sagten Deutschland, Norwegen und Großbritannien
hierfür ihre Unterstützung zu. Umweltministerin Barbara Hendricks und
Entwicklungsminister Gerd Müller unterzeichneten eine entsprechende
Vereinbarung mit einem Volumen von bis zu 100 Mio. US-Dollar. Für jede
nachweislich vermiedene Tonne CO2 erhält Kolumbien 5 US-Dollar, so die
Vereinbarung.

Umweltministerin Barbara Hendricks: „Der Schutz der Wälder ist ein
wichtiger Baustein unserer Klimaschutzbemühungen. In Paris wollen wir uns
abschließend auf gemeinsame Regeln zum Waldschutz verständigen. Jetzt
kommt es auf die Umsetzung an. Denn um einen gefährlichen Klimawandel zu
vermeiden, müssen wir den globalen Waldverlust stoppen."

Entwicklungsminister Gerd Müller: „Ohne Pflanzen kein Leben, ohne Wald
keine Luft zum Atmen. Der Schutz – insbesondere der tropischen
Regenwälder – ist eine internationale Entwicklungsaufgabe. Deutschland
stellt sich seiner Verantwortung und lässt die Menschen in den
Entwicklungsländern beim Schutz der Wälder nicht allein."

Die gemeinsame Gebererklärung von Deutschland, Norwegen und
Großbritannien finden Sie unter www.bmub.bund.de/N52621.
Eine gemeinsame Erklärung von Staats- und Regierungschefs aus Industrie-
und Waldländern finden Sie unter www.standwithforests.org

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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler, Jan Scharlau und Frauke Stamer
Telefon: 030 18 305-2018
E-Mail: presse@bmub.bund.de Internet: www.bmub.bund.de/presse
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