Donnerstag, 5. November 2015

BMUB-Pressedienst Nr. 295/15 - Wohnungsbau/Förderprogramm

Berlin, 05. November 2015

Wohnungsbau/Förderprogramm
Barbara Hendricks startet neues Förderprogramm für Studentenwohnungen
Mit 120 Millionen Euro fördert das Bundesbauministerium nachhaltige und
bezahlbare Wohnprojekte für Studierende und Auszubildende. Mit dem
Förderprogramm für kleine modulare Wohneinheiten, sogenannte
„Variowohnungen", reagiert Bauministerin Hendricks auf die große
Nachfrage nach Studenten- und Azubiwohnungen. Viele Investoren halten sich
zurück, für diese Klientel zu investieren. Das soll sich mit dem neuen
Förderprogramm ändern.

Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks: „Deutschland braucht Wohnungen,
die bei hoher architektonischer und wohnlicher Qualität flexibel nutzbar
sind und deren Warmmiete auch mit geringen Einkommen bezahlt werden kann.
Wir denken dabei langfristig. Wir brauchen jetzt viele kleinere
Wohneinheiten für junge Leute in der Ausbildungsphase, in 10 Jahren
brauchen wir wahrscheinlich mehr Wohnungen für Senioren. In unserem neuen
Förderprogramm kombinieren wir beides: Wir fördern innovative
Wohnraumkonzepte, die schnell gebaut werden können und nachhaltig sind.
Die Wohnungen sollen für zukünftige Nutzungen flexibel bleiben: Deshalb
auch der Name Variowohnungen."

Geschaffen werden sollen Kleinstwohnungen, die ein angemessenes Leben und
Studieren in Innerstädten möglich machen. Die Warmmiete soll auf 260
Euro gedeckelt werden, in Städten mit sehr angespannter Wohnsituation auf
maximal 280 Euro. Mit den Vorgaben der Förderrichtlinie sollen
nachhaltige und innovative Wohnbauprojekte für Studierende und
Auszubildende gefördert werden, die zu einem späteren Zeitpunkt zum
Beispiel in altersgerechte Wohnungen umgewidmet werden können. Die
Umsetzung wird wissenschaftlich begleitet, um Erkenntnisse für ähnliche
Vorhaben in der Zukunft zu gewinnen.

Die für das „Modellvorhaben zum nachhaltigen und bezahlbaren Bau von
„Variowohnungen" bereitgestellten 120 Millionen Euro stammen aus dem
Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung und sollen in
Forschungsleistungen und anteilige Investitionsunterstützung für die
Umsetzung von Innovationen fließen.


Die Modellvorhaben werden im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau
des Bundesbauministeriums umgesetzt. Die Forschungsinitiative unterstützt
den Erkenntniszuwachs und den Wissenstransfer im Bereich von technischen,
baukulturellen und organisatorischen Innovationen im Bauwesen.

Anträge können ab heute bis zum 30.06.2016 direkt bei der
Bewilligungsbehörde, dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und
Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR),
eingereicht werden.

Der Förderzeitraum läuft vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2018.

Weiterführende Informationen können auf der Internetseite des BMUB und
der Forschungsinitiative Zukunft Bau unter www.forschungsinitiative.de
abgerufen werden.


Das BMUB auf Twitter: @bmub

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