Freitag, 21. August 2015

BMUB-Pressedienst Nr. 207/15 - Klimaschutz

Berlin, 21. August 2015

Klimaschutz
Hendricks begrüßt gemeinsame Klimaschutzerklärung mit Brasilien
„Rückenwind auf dem Weg zum Klimagipfel in Paris"

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks begrüßt die zwischen Deutschland
und Brasilien erzielte Übereinkunft zum Klimaschutz. «Die gemeinsame
Klimaerklärung von Bundeskanzlerin Merkel und der brasilianischen
Präsidentin Dilma Rousseff markiert einen Wendepunkt. Erstmals bekennen
sich ein Industriestaat und ein Schwellenland gemeinsam zum ehrgeizigen
Ziel der Dekarbonisierung der Weltwirtschaft im Laufe dieses Jahrhunderts.
Die Erklärung bringt den notwendigen Rückenwind auf dem Weg zum
Klimagipfel in Paris. Sie ist ein weltweites Signal, dass wir die
Einhaltung der 2°C-Obergrenze ernst nehmen.»

Die deutsch-brasilianische Erklärung zum Klimaschutz enthält im ersten
Teil gemeinsame Ziele für das Klimaschutzabkommen, das Ende dieses Jahres
in Paris verabschiedet werden soll. Beide Länder sprechen sich für ein
effektives Abkommen aus, das von den Mitgliedstaaten eine regelmäßige
Verstärkung der Anstrengungen fordert. Eine kohlenstoffarme Entwicklung
in Entwicklungsländern soll auch durch verstärkte
Süd-Süd-Partnerschaften finanziell unterstützt werden.

Im zweiten Teil werden konkrete Zielsetzungen und
Kooperationsvereinbarungen festgehalten, um die dringend erforderliche
Transformation hin zu einer klimaneutralen Welt voranzutreiben.
Bundesumweltministerin Hendricks, die an den deutsch-brasilianischen
Regierungskonsultationen teilnahm und bereits im Vorfeld mit ihrer
brasilianischen Kollegin Isabella Texeira verhandelt hatte: «Unsere
Länder haben ein klares Signal zur Unterstützung für ein ambitioniertes
Abkommen in Paris und für künftige Anstrengungen im Kampf gegen den
Klimawandel gesetzt. Jetzt geht es darum, die Ziele umzusetzen und mit
Leben zu füllen.»

Die Erklärung setzt besonders in den Bereichen Waldschutz und erneuerbare
Energien Akzente. Durch die Reduzierung der Entwaldung vor allem im
Amazonas leistet Brasilien einen wichtigen Beitrag zum globalen
Klimaschutz. Seine Erfolge im Waldschutz will Brasilien ausbauen, indem
es das weltweit größte Schutzgebietssystem für Tropenwälder im
Amazonas auf über 60 Mio. Hektar ausweitet, gezielter gegen die illegale
Entwaldung vorgeht und effektiv den Aufbau von 12 Mio. Hektar Wald
landesweit fördert.

Im Energiesektor kündigt Brasilien eine deutlich stärkere Rolle für
erneuerbare Energien an. Deren Anteil soll über die bereits vorhandene
Wasserkraft hinaus gesteigert werden, also insbesondere im Bereich Wind-
und Solarenergie.

Die deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen fanden in diesem Jahr
zum ersten Mal statt und unterstreichen die Bedeutung der Zusammenarbeit
der beiden Länder. Im Klima- und Biodiversitätsschutz können
Deutschland und Brasilien auf eine erfolgreiche Geschichte gemeinsamer
Zusammenarbeit zurückblicken.

Am Rande der Konsultationen wählten Fachleute der Deutsch-Brasilianischen
Klima-AG neue Klimaschutzprojekte aus. Das BMUB wird im Rahmen seiner
Internationalen Klimaschutzinitiative Neuvorhaben mit einem Gesamtumfang
von 32,4 Mio Euro in Brasilien fördern. Dies ist ein weiteres Signal für
die enge, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit beider Länder
im Klimaschutz.

Eine englische Version der deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen
finden Sie unter folgendem Link: http://www.bmub.bund.de/N52230


Das BMUB auf Twitter: @bmub

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