Freitag, 14. August 2015

BMUB Pressedienst Nr. 201/15 -- Biologische Vielfalt / Internationales

Berlin, 14. August 2015

Biologische Vielfalt/Internationales
Hendricks fördert den Schutz grenzüberschreitender Feuchtgebiete im
Nilbecken

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks fördert den Schutz der
Ökosysteme im Nilbecken in den nächsten viereinhalb Jahren mit insgesamt
6 Millionen Euro aus Mitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative
(IKI) des BMUB. Mit dem Geld sollen die Anrainerstaaten bei der
nachhaltigen Bewirtschaftung grenzüberschreitend relevanter Feuchtgebiete
unterstützt und die Nutzung von Ökosystemleistungen gefördert werden.

Der Nil und seine Zuflüsse umfassen rund ein Zehntel der Fläche Afrikas
und sind mit Abstand das wichtigste Süßwasserreservoir der Region. Fast
ein Viertel der afrikanischen Bevölkerung lebt in den elf
Anrainerstaaten. Im Jahr 1999 haben die Anrainerstaaten des Nils Ägypten,
Äthiopien, Burundi, Kenia, Kongo, Ruanda, Sudan, Tansania und Uganda die
Nilbeckeninitiative (Nile Basin Initiative, NBI) ins Leben gerufen, um
einen gemeinsamen Rahmen für die Entwicklung und das Management der
Wasserressourcen des Flusses zu schaffen. Deutschland unterstützt seitdem
diese Initiative und steht unter anderem dem NBI Sekretariat beratend zur
Seite.

Bisher wurden vor allem große Infrastrukturvorhaben für Wasserkraft und
Bewässerung umgesetzt. Maßnahmen zur Sicherung der Ökosystemleistungen,
z.B. von Feuchtgebieten, wurden bisher hingegen nicht ergriffen. Die
Feuchtgebiete im Nilbecken sind sozioökonomisch und ökologisch jedoch
von enormer Bedeutung. Sie dienen den großen Tierwanderungen z.B. im
Südsudan und sind Lebensraum bedrohter Tierarten wie dem Schuhschnabel,
ein in der Vogelwelt einzigartiger Sumpfvogel, der den Pelikanen ähnelt.

Zugleich regulieren die Feuchtgebiete Hoch- und Niedrigwasser und die
Gewässerqualität (regionale Ökosystemleistung) und decken zum Beispiel
durch die Bereitstellung von Nahrungsmitteln und Baumaterialien sowie
durch Einkünfte aus dem Tourismus einen bedeutenden Teil des
Lebensunterhalts der Bevölkerung (lokale Ökosystemleistung). Viele
dieser oftmals grenzüberschreitenden Feuchtgebiete sind allerdings durch
zunehmende Drainage und Landnutzungsänderungen gefährdet, insbesondere
durch ihre Umwandlung in Ackerland.

Aus diesem Grund haben sich die NBI Mitgliedsländer 2013 auf eine
Feuchtgebietsstrategie („NBI Wetland Management Strategy") und auf ein
„NBI Strategic Action Programm 2013-2017" geeinigt, um künftig
verstärkt gemeinsame Maßnahmen zum verbesserten Feuchtgebietsschutz zu
initiieren.

Mehr Informationen zu den Biodiversitätsprojekten der Internationalen
Klimaschutzinitiative (IKI):
http://www.international-climate-initiative.com/de/


Das BMUB auf Twitter: @bmub

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