Montag, 3. August 2015

BMUB Pressedienst Nr. 195/15 -- Meeresschutz

Berlin, 03. August 2015

Meeresschutz
G7-Staaten erarbeiten Maßnahmen gegen Meeresmüll

Die G7-Staaten konkretisieren ihren Aktionsplan gegen die Vermüllung der
Meere. Bei einem Treffen in Berlin werden praktische Maßnahmen
erarbeitet, die die Abfall-Einträge vom Lande und auf See verringern
sollen. Außerdem geht es um die Beseitigung der aktuellen Abfälle in den
Meeren. Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten haben anlässlich
ihres Gipfels Anfang Juni 2015 in Elmau einen G7-Aktionsplan zur
Bekämpfung der Vermüllung der Meere beschlossen und sich ausdrücklich
zu konkreten Maßnahmen verpflichtet. Staatssekretär Jochen Flasbarth hat
heute in Berlin einen Workshop im Rahmen des Follow up zu den
Elmau-Beschlüssen eröffnet. „Die Meeresvermüllung ist eines der
sichtbarsten Zeichen nicht-nachhaltiger Wirtschafts- und Lebensweisen!"
sagte er zu den Teilnehmern des Workshops

Zurzeit befinden sich schätzungsweise 100 bis 142 Millionen Tonnen an
Abfällen in den Meeren. Es handelt es sich vor allem um
Verpackungsmaterialien sowie um Abfälle aus Fischerei und Schifffahrt.
Etwa Dreiviertel davon bestehen aus Kunststoffen. Jährlich kommen derzeit
bis zu 10 Millionen Tonnen hinzu.

Staatsekretär Flasbarth: „Das Thema ‚Meeresmüll' drängt schon seit
langem auf die Agenda des Meeresschutzes, national wie international. Auch
die G7-Staats- und Regierungschefs haben ein einheitliches Verständnis
über die Dringlichkeit des Themas sowie über die wesentlichen
Aktionsfelder und Ansatzpunkte. Wir streben jetzt ein Bündel konkreter
Umsetzungsschritte an, mit deren Hilfe wir die Weltmeere vor noch
stärkerer Belastung durch Unmassen von Müll, insbesondere Plastikmüll,
bewahren können. Am Ende brauchen wir eine klare Roadmap."

In einem Workshop, der auf Einladung des Bundeministeriums für Umwelt,
Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit vom 3.-5. August in Berlin
stattfindet, soll der Elmau-Aktionsplan um praktische Maßnahmen erweitert
werden. Verstärkt werden soll auch die Forschung zu diesem Thema. Klare
Aussagen zu politischen Aspekten und fachlichen Themen enthält er
bereits. Neben Mitgliedern der G7-Regierungen werden
Interessenvertreterinnen und -vertretern aus
Nichtregierungsorganisationen, Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft in
Berlin vertreten sein

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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
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