Dienstag, 16. Juni 2015

BMUB-Pressedienst Nr. 141/15 – Umwelt/Unternehmen

Berlin, 16. Juni 2015

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem DIHK

Wirtschaften im Einklang mit der Umwelt
20 Jahre europäisches Umweltmanagement EMAS

Das Bundesumweltministerium und der Deutsche Industrie- und
Handelskammertag(DIHK) haben das Umweltmanagement tausender deutscher
Unternehmen und Organisationen gewürdigt. Bei einer Festveranstaltung aus
Anlass von 20 Jahren Umweltmanagement in der EU überreichten der
Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Gunther Adler, und
DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben Ehrenurkunden an die 10
Unternehmen, die als Pioniere bereits seit 1995 an dem europäischen
Umweltmanagementsystem EMAS teilnehmen. Sie würdigten ebenso das
Engagement von 34 deutschen Umweltgutachterinnen und Umweltgutachtern, die
seit 1995 aktiv für EMAS tätig sind. Gleichzeitig eröffneten Adler und
Dr. Wansleben eine Wanderausstellung „20 Jahre EMAS", die bis Mitte
2016 deutschlandweit vor allem bei Industrie- und Handelskammern zu sehen
sein wird.

BMUB-Staatssekretär Gunther Adler: „Das europäische
Umweltmanagementsystem EMAS ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Die
Eigenverantwortung der Wirtschaft, Umweltbelastungen zu vermindern oder zu
vermeiden, spielt in diesem System eine entscheidende Rolle. Dass diese
Eigenverantwortung auch wahrgenommen wird, belegen eindrucksvoll die
Zahlen: Mehr als 800.000 Beschäftigte an mehr als 1.900 Standorten
leisten einen freiwilligen Beitrag zur gesellschaftlichen
Umweltverantwortung von Unternehmen und Organisationen in Deutsch-land."
DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben: „EMAS ist das
Gütesiegel für eine am Umweltschutz ausgerichtete Unternehmenskultur.
Kontinuierliche Verbesserung aus Eigeninitiative zeichnet EMAS-Teilnehmer
aus. Gemeinsam mit der Politik wollen wir mehr Anreize schaffen, EMAS
einzuführen."

Vor 20 Jahren führten europaweit die ersten Unternehmen das
Umweltmanagementsystem EMAS ein. EMAS (Eco Management and Audit Scheme)
steht für einen systematischen und anspruchsvollen Umweltschutz in
Betrieben und Organisationen jeder Art.

Unternehmen und Organisationen verbessern über das gesetzlich geforderte
Maß hinaus ihre Umweltleistung auf freiwilliger Basis – und
kontinuierlich. Die beteiligten Betriebe sind verpflichtet, eine
Umwelterklärung zu erstellen, in der die umweltrelevanten Tätigkeiten
und die Daten zur Umwelt wie Ressourcen- und Energieverbräuche,
Emissionen, Abfälle etc. genau dargestellt sind. Die Betriebe müssen
eine erste eigene Untersuchung, die Umweltprüfung, und nach-folgend eine
wiederkehrende Umweltbetriebsprüfung durchführen. Die internen Dokumente
sowie die Umwelterklärung werden von einem unabhängigen, staatlich
zugelassenen Umweltgutachter beurteilt. Die Erklärung wird bei positivem
Ergebnis für gültig erklärt, und die Unternehmen werden in das
EMAS-Register eingetragen.

Folgende 10 Unternehmen in Deutschland nehmen seit 1995 an EMAS teil:
Viessmann Werke GmbH & Co.KG, Allendorf
Volkswagen AG, Werk Emden
Audi AG, Neckarsulm
Märkisches Landbrot GmbH, Berlin
Bombardier Transportation GmbH, Werk Kassel
Demmel AG, Scheidegg
Hipp-Werk Georg Hipp OHG, Pfaffenhofen
Sedus Stoll AG, Waldshut-Tiengen
Daimler AG, Mercedes-Benz Werk Kassel
Nordzucker AG, Werke Clauen und Schladen

Weitere Informationen unter: www.emas.de; www.emas-register.de



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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
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Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner, Andreas
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