Montag, 15. Juni 2015

BMUB-Pressedienst Nr. 138/15 - Elektromobilität

Berlin, 15. Juni 2015

Gemeinsame Pressemitteilung mit der Bundesregierung

Elektromobilität: Weiterer Marktaufbau für E-Fahrzeuge

Die Marktentwicklung und der Markthochlauf von Elektrofahrzeugen steht
unter dem Motto „Stark in den Markt" im Mittelpunkt der diesjährigen
Nationalen Konferenz Elektromobilität, die am 15. und 16. Juni 2015 in
Berlin stattfindet.. Auf der Konferenz sprechen 50 Vertreterinnen und
Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft,
darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundeswirtschaftsminister Sigmar
Gabriel, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Bundesumweltministerin
Barbara Hendricks, der Vorsitzende der Nationalen Plattform
Elektromobilität Prof. Dr. Kagermann sowie Vorstandsvorsitzende
verschiedener Unternehmen.

Der Fortschrittsbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität und auch
internationale Vergleiche zeigen, dass Deutschland in der
Marktvorbereitungsphase zwischen 2011 und 2014 gute Fortschritte gemacht
hat. Mit aktuell 19 E-Fahrzeugmodellen ist Deutschland ein internationaler
Leitanbieter – rund 30 werden es bis Ende des Jahres sein. Im
internationalen Vergleich der Leitmärkte liegt Deutschland im Mittelfeld,
entwickelt aber mit Verkaufs-Zuwächsen in 2015 von 95 Prozent in den
ersten vier Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine
hohe Dynamik.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel sagte
anlässlich der Konferenz: „„Wir haben bei der Elektromobilität in
den vergangenen Jahren bereits Einiges erreicht, aber es gibt auch ganz
klar weiterhin Nachholbedarf. Die Wirtschaft hat eine Reihe innovativer
Elektrofahrzeuge entwickelt und auf den Markt gebracht, aber der
Markthochlauf muss schneller voranschreiten. Ein wichtiger Punkt ist die
Ladeinfrastruktur und zwar nicht nur die Infrastruktur als solche, sondern
auch die Lade- und Abrechnungssysteme. Beides muss so kundenfreundlich wie
möglich ausgestaltet werden. Ich freue mich daher, dass die Industrie
eine Kooperationsvereinbarung abschließen wird, damit Kunden
deutschlandweit laden und den getankten Strom von unterschiedlichen
Anbietern abrechnen können. Das wird der Elektromobilität einen weiteren
Schub verleihen."

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: „Elektromobilität muss
emotional sein und Leidenschaft wecken für den Antrieb der Zukunft. Wir
brauchen weitere Fortschritte bei Ladesäuleninfrastruktur, Ladedauer und
Reichweite. Die Bundesregierung hat hierfür ein umfangreiches
Maßnahmenpaket geschnürt. Dazu gehört es, Elektrofahrzeuge im
Straßenverkehr zu privilegieren, was wir mit dem jetzt in Kraft
getretenen Elektromobilitätsgesetz ermöglichen. Dazu gehört, dass wir
für die Förderung von Wasserstofftankstellen jährlich mehr Geld in die
Hand nehmen als bisher und quer durch die Republik ein starkes Netz
aufbauen. Dazu gehört bis 2017 rund 400 weitere Elektroladesäulen an
Autobahnraststätten zu bringen. Und dazu gehört die Umrüstung von
Fahrzeugflotten – hier müssen öffentliche Institutionen Vorreiter sein
und als Treiber wirken für die Entstehung eines funktionierenden
Gebrauchtwagenmarktes".

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Elektromobilität ist die
große Chance für den Verkehr, seinen Beitrag zum Erreichen der
Klimaschutzziele zu erbringen. Eine vollständig dekarbonisierte
Weltwirtschaft, wie von den G7-Staaten auf Schloss Elmau bekräftigt, ist
nur möglich, wenn auch der Verkehrssektor Abschied von den fossilen
Energieträgern nimmt. Vor diesem Hintergrund kann uns die Entwicklung
der Elektromobilität im Pkw-Bereich trotz der erzielten Erfolge nicht
zufriedenstellen. Der Marktentwicklung, die wir jetzt eigentlich erwartet
hatten, fehlt weiter die entscheidende Dynamik. Wir haben schon vieles
erreicht und die Grundvoraussetzungen für den Markthochlauf sind
vorhanden. Wir haben aber noch einen weiten Weg vor uns, um unsere
selbstgesteckten Ziele zu erreichen."

Anlässlich der Nationalen Konferenz Elektromobilität sagte
Bundesforschungsministerin Johanna Wanka: „Deutschland hat frühzeitig
in Forschung und gut ausgebildete Fachkräfte investiert und dadurch eine
hervorragende Wettbewerbsposition in der Elektromobilität aufgebaut.
Jetzt kommt es auf die Anwendung der Forschungsergebnisse an,
beispielsweise bei den Energiespeichern. Mit der Pilotanlage in Ulm und
Forschungsprojekten für Lithium-Ionen-Zellen haben wir dafür die besten
Voraussetzungen geschaffen."

Auf der Nationalen Konferenz Elektromobilität wird beraten, wie in
Deutschland der Markthochlauf weiter angekurbelt werden kann. Henning
Kagermann, Vorsitzender der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE)
und Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften: „Wir
haben attraktive Fahrzeugmodelle, gute Technologien und eine Gesamtvision
für die Elektromobilität, die wir nun sprichwörtlich auf die Straße
bringen müssen. Zwar sind E-Fahrzeuge noch ein Hingucker auf der Straße.
Doch die Verkäufe haben sich innerhalb von 12 Monaten verdoppelt. Diesen
Schwung sollten wir in den kommenden Jahren halten und mit klugen Impulsen
unterstützen, um 2020 einen Leitmarkt mit einer Million Fahrzeugen in
Deutschland zu sehen."

Auf der diesjährigen Nationalen Konferenz Elektromobilität wird der
thematische Bogen geschlagen von der Phase der Marktvorbereitung über den
Markthochlauf bis hin zum Weg in den Massenmarkt. Die Themen der Foren
reichen von technologischen Grundlagen über wirtschaftliche und
umweltpolitische Perspektiven bis hin zu Rahmenbedingungen und
Marktanreizen für die Elektromobilität. Die Leuchtturmprojekte für
Forschung und Entwicklung sowie die Schaufenster Elektromobilität
präsentieren sich auf einer begleitenden Ausstellung. Die Ausstellung
macht die Forschungsperspektiven greifbar und zeigt, wie Elektromobilität
für den einzelnen Verbraucher vor seiner Haustür aussehen kann.

Die Nationale Konferenz Elektromobilität wird von der Gemeinsamen
Geschäftsstelle Elektromobilität der Bundesregierung (GGEMO)
organisiert. Partnerin der Konferenz ist die Nationale Plattform
Elektromobilität (NPE). Die NPE koordiniert die Entwicklung der
Elektromobilität in Deutschland. Sie bringt dazu 150 Vertreter aus
Industrie, Wissenschaft, Politik, Gewerkschaften und Verbänden zusammen.
Diese untersuchen die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen
Potenziale der Elektromobilität und sprechen Handlungsempfehlungen an
Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus. Mit ihrer Arbeit unterstützt
die NPE die Ziele eines deutschen Leitmarkts und einer Leitanbieterschaft
sowie die Zielmarke von einer Million Elektrofahrzeugen in Deutschland bis
2020.

Nähere Informationen finden Sie unter www.konferenz-elektromobilitaet.de/
sowie auf den Internetseiten der beteiligten Ressorts und der Nationalen
Plattform Elektromobilität.

Einen Überblick über die bislang im Regierungsprogramm Elektromobilität
umgesetzten Maßnahmen finden Sie unter:
www.nationale-plattform-elektromobilität.de



Herausgeber:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Scharnhorststraße 34-37
10115 Berlin

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Invalidenstraße 44
10115 Berlin

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Bundesministerium für Bildung und Forschung
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53175 Bonn

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C/O acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
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