Samstag, 22. November 2014

BMUB Pressedienst Nr. 235/14 -- Umwelt/Internationales

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung
BMUB Pressedienst Nr. 235/14
Berlin, 22. November 2014

Umwelt/Internationales


Staatengemeinschaft einigt sich auf neue Mittel für den Schutz der
Ozonschicht

Die internationale Staatengemeinschaft unterstützt die Entwicklungsländer
auch weiterhin in ihrem Bestreben zum Schutz der Ozonschicht. Die
Teilnehmer einer internationalen Umweltkonferenz beschlossen gestern in
Paris, in den nächsten drei Jahren weitere 507,5 Millionen US-Dollar
bereitzustellen. Dort fand das gemeinsame Treffen der Vertragsparteien des
Wiener Übereinkommens und des Montrealer Protokolls zum Schutz der
Ozonschicht statt.

Zentrales Ergebnis der Konferenz sind Beschlüsse zur Wiederauffüllung des
Multilateralen Fonds (MLF) des Montrealer Protokolls, aus dem
Entwicklungs- und Schwellenländer bei der Erfüllung ihrer
Verpflichtungen zum Ausstieg aus der Produktion und der Verwendung
ozonschichtschädigender Stoffe unterstützt werden. Fortschritte gab es
auch in der Frage, wie der Einsatz klimaschädlicher Ersatzstoffe weiter
eingeschränkt werden kann.

Seit 1991 haben die Industrieländer bereits mehr als 3 Milliarden
US-Dollar in den Fonds eingezahlt. 148 Entwicklungs- und Schwellenländer
haben Hilfen aus dem Fonds erhalten. Der deutsche Beitrag in Höhe von
knapp 10 Prozent wird aus dem Haushalt des Entwicklungsministeriums (BMZ)
bereitgestellt.

Die Minister für Entwicklung und Umwelt, Gerd Müller und Barbara
Hendricks, begrüßten die Beschlüsse von Paris. Müller betonte: "Das
Montrealer Protokoll zum Schutz der Ozonschicht ist eine Erfolgsstory, die
zeigt: Klimaschutz funktioniert nur, wenn alle an einem Strang ziehen,
denn Klima kennt keine Landesgrenzen. Wir als reiche Industrienationen
tragen die Verantwortung, die Schwellen- und Entwicklungsländer hierbei
zu unterstützen – indem wir beispielsweise international
klimafreundliche Alternativen zu Treibhausgasen fördern."

Bundesumweltministerin Hendricks verwies auf die gemeinsam erzielten
Erfolge: "Den Auswirkungen des Montrealer Protokolls ist es zu verdanken,
dass voraussichtlich bis Mitte dieses Jahrhunderts die Ozonschicht wieder
die Stärke der 1980er Jahre erreicht haben wird. Zugleich hat der
Verzicht auf den weiteren Einsatz ozonschichtschädigender Stoffe einen
bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz geleistet. In Deutschland sind diese
gänzlich vom Markt verbannt worden. Nun wollen wir andere Staaten
unterstützen, diesem Vorbild zu folgen. Deshalb begrüße ich die
Beschlüsse von Paris sehr."

Das von allen UN-Mitgliedern gezeichnete Montrealer Protokoll, für das in
Deutschland das Bundesumweltministerium zuständig ist, gilt als
erfolgreichstes internationales Umweltabkommen. Forschungsergebnisse, die
auf der Konferenz vorgestellt wurden, belegen, dass die Bemühungen der
Staatengemeinschaft wirken und die Ozonschicht voraussichtlich bis zur
Mitte des Jahrhunderts wieder den Stand der 1980er Jahre erreichen wird.
Die Zahl der durch das Montrealer Protokoll vermiedenen Hautkrebsfälle
wurde mit rund zwei Millionen beziffert. Das Protokoll hat ferner Schäden
insbesondere der marinen Umwelt durch UV-Strahlung verhindert. Zugleich
hat es einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz geleistet, weil die
geregelten ozonschichtschädigenden Stoffe, großenteils gleichzeitig
stark wirksame Treibhausgase sind.

Das Montrealer Protokoll über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht
führen, wurde am 16. September 1987 unterzeichnet. Es ist gemeinsam mit
dem ihm zugrundeliegenden Wiener Übereinkommen das erste universelle
internationale Umweltabkommen. Es wurde seit Inkrafttreten mehrfach
verschärft. 20 Prozent der Beiträge an den Multilateralen Fonds dürfen
von Geberländern wie Deutschland durch eigene bilaterale Projekte in
Entwicklungsländern erbracht werden. Davon macht die Bundesregierung seit
1996 Gebrauch und kann so gezielt bewährte, in Deutschland und Europa
entwickelte Technologien fördern, die weder die Ozonschicht noch das
Klima schädigen.

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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner, Andreas
Kübler, Nicole Scharfschwerdt und Frauke Stamer
Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmub.bund.de Internet: www.bmub.bund.de/presse
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