Montag, 10. November 2014

BMUB Pressedienst Nr. 214/14 -- Umwelt/Nanotechnologie

Berlin, 10. November 2014

Umwelt/Nanotechnologie

Barbara Hendricks unterstützt nachhaltigen Umgang mit Nanomaterialien

Heute stellt das Bundesumweltministerium die Zwischenergebnisse des
EU-Projekts NANoREG (Regulatory Testing of Nanomaterials) einem breiten
Kreis von Teilnehmern aus Industrie, Forschung, Verbänden und Behörden
vor und zieht damit eine Halbzeitbilanz des 2013 von den Niederlanden und
Deutschland initiierten Projekts. Mit NANoREG ist es gelungen, dass die EU
Kommission neben der Innovationsforschung den Fokus auch auf die
Regulationsforschung zum verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien
legt. Die Ergebnisse aus dem NANoREG Projekt, an dem 63 Partner aus 14
Ländern beteiligt sind, sollen in Empfehlungen zur Regulierung umgesetzt
werden.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Wir unterstützen eine
nachhaltige Entwicklung von Nanotechnologien. Indem wir die Ergebnisse mit
allen Teilnehmern der Veranstaltung diskutieren, erhoffen wir uns weitere
Impulse für eine sichere Herstellung, Verwendung und Anwendung von
Nanomaterialien. Wir sind davon überzeugt, dass wir die eine oder andere
Brücke zwischen Industrie, Forschung, Verbrauchern und Behörden schlagen
können. Dies ersetzt jedoch nicht die zügige Vorlage eines konkreten
Vorschlags der EU Kommission zur dringend notwendigen Anpassung von REACH
an Nanomaterialien."

Zentrale Projektziele von NANoREG sind: Daten aus laufenden und
abgeschlossenen, nationalen und internationalen Projekten für eine
Bestandsaufnahme der Risikoforschung auszuwerten. Bestehende Ergebnisse
sollen analysiert und weiterer Forschungsbedarf identifiziert werden, um
Wissenslücken in Bezug auf die Gefährdung von Mensch und Umwelt durch
Nanomaterialien zu schließen und damit sichere Innovationen mit
Nanomaterialen zu unterstützen. Ein wichtiger Schritt dazu ist die
Entwicklung von „Safe-by-Design" Konzepten für Unternehmen.
„Safe-by-design" ist ein komplexer und noch zu definierender Begriff,
der mit den unterschiedlichen Sichtweisen und Perspektiven der Teilnehmer
der Veranstaltung diskutiert wird.

Die öffentliche Veranstaltung am 10. und 11. November 2014 am Berliner
Sitz des Bundesumweltministeriums wird von einem Vortrag über die
Forschungsergebnisse von Prof. Tim Liedl von der Maximilians-Universität
München eingeleitet. Einer seiner Schwerpunkte liegt auf der Anwendung
der sog. „DNA-Origami Methode" zur Herstellung von Nanostrukturen.
Analog zur japanischen Kunst des Papierfaltens werden dabei die Bausteine
der DNA genutzt, um bis dahin unerreichbar komplexe dreidimensionale
Strukturen zu entwickeln.

Ob die künftige Entwicklung der Materialforschung hierdurch beeinflusst
und in neue Richtungen gelenkt werden kann, wird auf der Veranstaltung
ebenso diskutiert wie die ersten Ergebnisse und künftigen Konzepte des
Projektes NANoREG.

Das BMUB auf Twitter: @bmub

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