Mittwoch, 6. August 2014

BMUB-Pressedienst Nr. 130/14 - Naturschutz/Lübtheener Heide

Nationales Naturerbe soll ausgeweitetet werden
Staatssekretär Flasbarth besucht Lübtheener Heide

Die Pläne der Bundesregierung zur deutlichen Ausweitung des Nationalen
Naturerbes nehmen Gestalt an. Eine der Flächen, die für das Nationale
Naturerbe vorgesehen sind, ist der frühere Truppenübungsplatz Lübtheen
im mecklenburgischen Elbtal bei Ludwigslust. Der Staatssekretär im
Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, besuchte heute gemeinsam mit
dem Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhhaus, die Region, um
sich vor Ort über die Flächen und die mögliche Einbeziehung der
Lübtheener Heide in das Nationale Naturerbe zu informieren.
Die Bundesregierung will für den Naturschutz zusätzliche Flächen in
einer Größenordnung von mindestens 30.000 Hektar bereitstellen. Dies
haben die Regierungsparteien im Koalitionsvertrag festgehalten. Flasbarth
betonte: „Die Lübtheener Heide ist ein Edelstein des Naturschutzes im
Eigentum des Bundes. Wir werden diese Fläche deshalb ganz sicher in die
Gebietskulisse für das Nationale Naturerbe aufnehmen, die wir dem
Bundestag zur Zustimmung vorlegen werden."
In Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)
erarbeitet das Bundesumweltministerium derzeit die Flächenkulisse für
das Nationale Naturerbe. Es handelt sich um Flächen, die dem Bund
gehören, die aber nicht mehr für Bundesaufgaben benötigt werden –
etwa frühere Truppenübungsplätze. Grundsätzlich hat die BImA die
Aufgabe, solche Flächen zu verkaufen. Die Bundesregierung hat sich aber
darauf verständigt, ökologisch besonders hochwertige Gebiete von dieser
Veräußerung auszunehmen und sie den Ländern oder Umweltstiftungen zur
langfristigen Sicherung als Naturerbe Deutschlands zu übertragen.
Nachdem in der Vergangenheit Länder und Stiftungen bereits zahlreiche
Flächen übernommen haben, ist für die Sicherung der neuen Gebiete auch
eine stärkere Rolle des Bundesforstes geplant. Flasbarth: „Wir haben in
den letzten Jahren viele gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem
Bundesforst gesammelt. Das Know-how des Bundesforstes im Naturschutz und
insbesondere für den Umbau von Wirtschaftsforsten zu Naturwäldern ist
für die Realisierung des Nationalen Naturerbes besonders wertvoll und
soll nach unseren Vorstellungen auch sinnvoll genutzt werden."
Die Lübtheener Heide ist mit 6.200 Hektar die größte zusammenhängende
Heide auf Flugsanden in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist auch im Verbund
mit dem benachbarten länderübergreifenden Biosphärenreservat
Flusslandschaft Elbe von herausragender Bedeutung für den Naturschutz in
Deutschland. In der Lübtheener Heide gibt es eines der bedeutendsten
Vorkommen des bedrohten Raufußkauzes. Auch für andere Arten – wie etwa
den Seeadler – ist Lübtheen ein wichtiger Lebensraum.

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