Freitag, 25. Juli 2014

BMUB Pressedienst Nr. 126/14 -- Naturschutz/Internationales

Bundesumweltministerium fördert Schutz
der einzigartigen Biodiversität in Costa Rica

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Costa Rica im Bereich Klimawandel und
biologische Vielfalt wird weiter ausgebaut: Das Bundesumweltministerium
fördert ein neues Projekt zur Erhaltung der einzigartigen Naturwelt und
Biodiversität Costa Ricas mit bis zu 6 Millionen Euro.

Costa Rica spielt durch seinen Einsatz zur Wahrung der Biodiversität eine
besondere Rolle im Naturschutz. Es hat sich zum Ziel gesetzt, zu einem der
ersten Länder zu gehören, das die Ziele des strategischen Plans der
internationalen Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) erreicht.
Costa Rica verfügt über eine Vielzahl verschiedener Mikroklimazonen und
eine Fülle unterschiedlicher Ökosysteme. Das kleine Land, das ungefähr
so groß ist wie Niedersachsen, gehört zu den 20 an Biodiversität
reichsten Ländern der Erde.

Costa Rica hat erkannt, dass es sich lohnt die Natur zu schützen. Die
reiche Naturwelt und Biodiversität zieht jährlich rund 1,5 Millionen
Touristen an. Gut ein Viertel der Landesfläche steht heute unter
allgemeinem Naturschutz (biologische Reservate, Nationalparks und
Natur-schutzgebiete). Die rund 160 Schutzgebiete, die über das ganze Land
verteilt sind, umfassen Küstenstreifen, Inseln, Regen-, Nebel- und
Trockenwälder, Vulkane, Reliefs, Flüsse und Wasserfälle.

Eine Herausforderung stellt die Vernetzung der Gebiete dar. Sie ist für
das Überleben vieler Arten sehr wichtig, denn bestimmte Tierarten wandern
im jährlichen Wechsel zwischen Trocken- und Regenzeit. Viele andere Arten
sind in isolierten Lebensräumen durch den Klimawandel bedroht. Für sie
sollen durch Biotopvernetzung Wanderkorridore entstehen, über die sie in
neue Areale ausweichen können.

Costa Rica arbeitet deswegen im Rahmen des nationalen Biokorridor-Programms
an einer Verbesserung der Biotopvernetzung. Das Projekt im Rahmen der
Internationalen Klima-schutzinitiative (IKI) unterstützt Costa Rica
dabei. Im Rahmen des Vorhabens erarbeiten die Projektpartner Richtlinien
und Verfahren zur Ausweisung von Ökokorridoren und zur Identifizierung
von Schutzmaßnahmen. Um die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zu garantieren,
werden die lokalen Verwaltungen, die Bevölkerung, die Privatwirtschaft,
landwirtschaftliche Produzenten und Waldbesitzer in die Planungsprozesse
eingebunden und nachhaltige Finanzierungsinstrumente zur Umsetzung der
Maßnahmen entwickelt.

Mehr Informationen zu den Biodiversitätsprojekten der Internationalen
Klimaschutzinitiative (IKI):
http://www.international-climate-initiative.com/de/

Das BMUB auf Twitter: @bmub

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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner, Andreas
Kübler, Nicole Scharfschwerdt und Frauke Stamer
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E-Mail: presse@bmub.bund.de Internet: www.bmub.bund.de/presse
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