Donnerstag, 10. Juli 2014

BMUB Pressedienst Nr. 121/14 -- Stadtentwicklung/Modellprojekt

Gemeinsame Pressemitteilung
mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend


Start des bundesweiten Modellprogramms „JUGEND STÄRKEN im Quartier"

Heute startet das neue Modellprogramm „JUGEND STÄRKEN im Quartier".
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und
Reaktorsicherheit (BMUB) wollen Kommunen bei der Förderung
benachteiligter junger Menschen bei ihrem Übergang von der Schule in den
Beruf stärken. Eine entsprechende gemeinsame Förderrichtlinie des
Bundesfamilienministeriums und des Bundesbauministeriums tritt heute in
Kraft.

„Wir wollen allen jungen Menschen in Deutschland Zugang zu einer
Ausbildung ermöglichen, die ihren Fähigkeiten und Interessen entspricht.
Daher unterstützen wir Länder und Kommunen bei der Herausforderung,
gerade jungen Menschen mit schlechteren Startchancen individuelle Hilfen
bei ihrem Übergang von der Schule in den Beruf anzubieten, um ihre
beruflichen Ziele zu verwirklichen", sagte Bundesfamilienministerin
Manuela Schwesig.

„JUGEND STÄRKEN im Quartier" kombiniert sozialpädagogische
Unterstützungsangebote, die passgenau entsprechend der Bedarfslage der
jungen Menschen ausgestaltet werden können. Darüber hinaus werden
Projekte angeboten, die zur Aufwertung des unmittelbaren Wohnumfeldes und
zur Aktivierung der jungen Menschen beitragen. So sollen nicht nur die
Perspektiven der jungen Menschen gestärkt werden, sondern auch die
Nachbarschaften vor Ort. Das Modellvorhaben wird in benachteiligten
Stadtteilen und Regionen an ausgewählten Standorten deutschlandweit
umgesetzt. Denn viele junge Menschen mit Startschwierigkeiten leben in
Stadt- und Ortsteilen, in denen städtebauliche Missstände mit
wirtschaftlichen und sozialen Problemen einhergehen.

Neben individuell zugeschnittenen Hilfen können auch Mikroprojekte zur
Aufwertung des sozialräumlichen Umfelds von und mit Jugendlichen
durchgeführt werden – wie zum Beispiel das Veranstalten von
Nachbarschaftsfesten, das Pflanzen von Bäumen oder die Errichtung neuer
Freizeitplätze für Jugendliche.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks betonte: „Unsere Fördermittel
gehen genau dorthin, wo sie gebraucht werden: In benachteiligte Quartiere,
nämlich die Programmgebiete unseres Städtebauförderprogramms ‚Soziale
Stadt' oder vergleichbare soziale Brennpunkte. So werden finanzielle
Ressourcen und Know-How gebündelt, um junge Menschen in den betroffenen
Quartieren noch besser unterstützen zu können."

Das Programm wird zunächst für vier Jahre ab 2015 aus Mitteln des
Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundes gefördert. Die
ressortübergreifende Zusammenarbeit und Mittelbündelung für
benachteiligte Quartiere mit dem Programm „JUGEND STÄRKEN im
Quartier" ist ein wichtiger Beitrag der Bundesregierung für eine
fachübergreifende, integrierte, soziale Stadtentwicklung vor Ort.

Kommunen können ab sofort ihr Interesse bekunden. Weitere Informationen
zum Programm und zum Interessenbekundungsverfahren finden Sie unter
www.jugend-staerken.de.

Das BMUB auf Twitter: @bmub

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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
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Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner, Andreas
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