Dienstag, 29. April 2014

BMUB Pressedienst Nr. 072/14 -- Energieeffizienz

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie

Neue Energieeinsparverordnung bringt mehr Transparenz und höhere
energetische Standards

Am 1. Mai 2014 tritt die novellierte Energieeinsparverordnung in Kraft. Die
Novellierung bringt eine Reihe wichtiger Änderungen, vor allem rund um
den Energieausweis.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel: „Die Energiewende bewältigen
heißt vor allem, den Energieverbrauch gerade im Gebäudebereich zu senken
sowie Verbraucherinnen und Verbraucher für die große Bedeutung der
Energieeffizienz zu sensibilisieren. Hierzu leistet die jetzt in Kraft
tretende Novellierung der Energieeinsparverordnung einen wesentlichen
Beitrag."

Bundesbauministerin Barbara Hendricks: „Die energetischen Anforderungen
an Neubauten werden mit Wirkung ab 2016 deutlich angehoben, bleiben aber
für den privaten Bauherren vertretbar. Dieser wichtige Schritt hin zum
Niedrigstenergiehaus ist ein weiterer Baustein für unsere ambitionierte
Klimaschutzpolitik. Der Energieausweis wird mit dieser Novelle zur
verbindlichen energetischen Visitenkarte jedes Gebäudes."

Die Neuregelungen stärken die Aussagekraft von Energieausweisen und
erweitern bzw. verdeutlichen die Pflichten bei Ausstellung und Verwendung
von Energieausweisen, um die Transparenz auf dem Immobilienmarkt zu
verbessern. Neue Energieausweise für Wohngebäude enthalten künftig auch
die Angabe von Energieeffizienzklassen und müssen spätestens bei der
Besichtigung eines Kauf- oder Mietobjekts vorgelegt werden. Nach
Vertragsabschluss erhält der Käufer oder der neue Mieter eine Kopie des
Dokuments.

Neues Recht gilt künftig auch für Immobilienanzeigen. Wer zum Zeitpunkt
der Aufgabe der Anzeige bereits einen Energieausweis hat, muss in die
Anzeige bestimmte energetische Angaben aus dem Ausweis aufnehmen.

Ein weiteres Kernelement der Novellierung ist die Verschärfung der
Effizienzstandards für Neubauten um durchschnittlich 25 Prozent ab dem 1.
Januar 2016. Diese Neubaustandards sind ein notwendiger, wirtschaftlich
vertretbarer Schritt hin zum Niedrigstenergiegebäude. Europarecht
bestimmt, dass ab 2021 alle Neubauten als Niedrigstenergiegebäude
errichtet werden müssen (neue Behördengebäude schon ab 2019).

Schließlich müssen ab 2015 ineffiziente Heizkessel nach 30 Betriebsjahren
stillgelegt werden. Dies betrifft nicht so genannte Brennwertkessel und
Niedertemperatur-Heizkessel. Ausnahmen gibt es für viele selbstgenutzte
Ein- oder Zweifamilienhäuser.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.bmub.bund.de/P3152

Das BMUB auf Twitter: @bmub

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