Donnerstag, 24. April 2014

BMUB Pressedienst Nr. 069/14 -- Naturschutz/Internationales

Berlin, 24. April 2014

Naturschutz/Internationales
Bundesumweltministerium fördert Klimaschutz und Biodiversität in
Küstengebieten

Die Philippinen, Indonesien, die Föderierten Staaten Mikronesiens, die
Marschallinseln und Palau zeichnen sich durch wertvolle Ökosysteme in
ihren Küsten- und Meeresgebieten aus. Doch viele der Gebiete sind durch
Übernutzung, Umweltzerstörung und den Klimawandel bedroht. Im Rahmen
seiner Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) fördert das
Bundesumweltministerium deshalb ein neues Projekt in der Region mit 3,4
Millionen Euro.

Die Naturschutzorganisation Rare Inc. führt das Projekt in 27 Meeres- und
Küstengebieten durch und setzt dabei auf einen in der Region bereits
erfolgreich getesteten Ansatz: Das Projekt kombiniert
Aufklärungskampagnen und lokale Schulungsmaßnahmen mit konkreten
technischen Maßnahmen zum Aufbau und Management von marinen
Schutzgebieten sowie zur Einrichtung von exklusiven Fischereirechten für
die lokale Bevölkerung. Unter anderem werden ausgewählte "Conservation
Fellows" durch Universitäten darin geschult, wie sie Einstellungen und
Verhalten der Menschen vor Ort gegenüber der Natur ändern und sie für
den Umweltschutz gewinnen können. Anschließend berät das Projekt die
lokalen Partner dabei, selbstständig entsprechende Kampagnen, sogenannte
„Pride Campaigns", in ihren Gemeinden durchzuführen.

Ziel ist, dass die lokale Bevölkerung eigenständig und aktiv ihre
natürlichen Ressourcen schützt und sich über eine nachhaltige Fischerei
die eigene Ernährungsgrundlage sichert. Rare hat bereits gute Erfahrungen
mit diesen Kampagnen gemacht, die zum Beispiel in einigen philippinischen
Gemeinden mit Unterstützung eines weiteren IKI-Projektes ebenfalls
angelaufen sind. Die Regierungen der Partnerländer möchten den Ansatz
nun ausweiten und auf weitere Regionen übertragen. Hier leistet das neue
IKI-Projekt einen wichtigen Beitrag.

Die Inselstaaten sind besonders durch die Folgen des Klimawandels bedroht,
unter anderem durch den Anstieg des Meeresspiegels oder die zunehmende
Häufigkeit und Intensität von Stürmen. Die IKI förderte bisher 26
Projekte mit dem Schwerpunkt auf Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen
des Klimawandels und die Erhaltung der biologischen Vielfalt in der
Region.

Mehr Informationen zur IKI und zum Schutz der biologischen Vielfalt finden
Sie hier:
http://www.international-climate-initiative.com/de/themen/biologische-vielfalt/

Informationen zum Projekt:
http://www.international-climate-initiative.com/de/projekte/weltkarte-und-projektliste/details/verbreitung-innovativer-und-gemeindebasierter-massnahmen-zum-schutz-der-biodiversitaet-an-den-kuesten-indonesiens-der-philippinen-und-im-pazifik-349/?tx_wiminnoprojektkarte_pi1[iV]=2,0,0,4,0,0

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Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner, Andreas
Kübler, Nicole Scharfschwerdt und Frauke Stamer
Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmub.bund.de Internet: www.bmub.bund.de/presse
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