Montag, 7. April 2014

BMUB Pressedienst Nr. 061/14 -- Klimaschutz/UN

Berlin, 7. April 2014

Klimaschutz/UN
Flasbarth: Ein Nachlassen im Klimaschutz können wir uns nicht leisten
Weltklimarat IPCC beginnt Tagung in Berlin

Anlässlich der heute beginnenden Tagung des Weltklimarates IPCC hat
Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth die Verdienste des
Wissenschaftler-Gremiums für den Klimaschutz gewürdigt. „Der
Klimawandel ist eine der größten globalen Herausforderungen, die die
Staatengemeinschaft in diesem Jahrhundert bewältigen muss. Die Tatsache,
dass die Staatengemeinschaft dies anerkannt hat, ist zu einem wichtigen
Teil dem IPCC zu verdanken", sagte Flasbarth in Berlin zur Eröffnung
einer Tagung des IPCC.

„Der Weltklimarat IPCC ist eine einzigartige Institution. Es gibt
weltweit kein Politikfeld, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse auf
vergleichbar direktem Weg zu den politischen Entscheidungsträgern
gelangen", sagte Flasbarth. Mehr als 600 Teil¬nehmer aus über 130
Staaten verabschieden im Laufe dieser Woche den aktuellen Bericht des
Weltklimarates zu den Handlungsmöglichkeiten für die Begrenzung der
globalen Erwärmung.

„Der aktuelle Bericht kommt genau zur richtigen Zeit, um das
wissenschaftliche Fundament für die anstehenden Entscheidungen zu
liefern. Denn international stehen wir vor wichtigen Weichenstellungen",
sagte Flasbarth. Er verwies darauf, dass die Weltgemeinschaft Ende 2015
auf der UN-Klimakonferenz in Paris ein umfassendes und ambitioniertes
Klimaabkommen beschließen muss in dem alle Staaten
Minderungsverpflichtungen ab dem Jahr 2020 übernehmen. „Nur wenn wir
deutliche Reduzierungen unserer Emissionen beschließen und umsetzen,
werden wir weiterhin eine Chance haben, die Erderwärmung in einigermaßen
beherrschbaren Grenzen zu halten. Ein Nachlassen im Klimaschutz können
wir uns nicht leisten", so Flasbarth.

Der in Berlin zu verabschiedende Text ist ein Teilbericht des Fünften
Sachstandsbericht des IPCC. Sachstandsberichte des IPCC fassen alle 6 bis
7 Jahre den wissenschaftlichen Erkenntnisstand der Klimaforschung
zusammen. Der aktuelle Bericht besteht aus vier Teilen, die zwischen
September 2013 und Oktober 2014 veröffentlicht und zuvor jeweils auf
einer IPCC-Plenarsitzung verabschiedet werden. Der erste Teil ist im
vergangenen Herbst erschienen und bestätigt eindeutig, dass sich das
Klima gegenwärtig ändert und dass dies auf menschlichen Einflüssen
beruht. Der zu Beginn der vergangenen Woche in Japan veröffentlichte
zweite Teil bestätigt, dass bei unverändertem Emissionswachstum mit
einem globalen Temperaturanstieg von 4 Grad Celsius gegenüber
vorindustriellem Niveau sehr hohe Risiken für Mensch, Gesellschaft und
Ökosysteme bestehen. Der dritte, in Berlin zu verabschiedende Teilbericht
wird Aussagen zu den politischen, technologischen und wirtschaftlichen
Optionen für die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 2 Grad gegenüber
vorindustriellem Niveau treffen. Die Veröffentlichung ist für kommenden
Sonntag (13. April) geplant.

Der abschließende vierte Teil, der so genannte Synthesebericht, soll die
wesentlichen Ergebnisse und Zusammenhänge der drei vorherigen
Teilberichte darstellen. Er soll Ende Oktober dieses Jahres beraten und
veröffentlicht werden.


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