Dienstag, 1. Oktober 2013

PM 0750-13 (Blick in die Zukunft: Entwicklung und Nachhaltigkeit gehören zusammen)

PRESSEDIENST
» PRESSEMITTEILUNG NR. 0750/13
 
Datum: 01.10.2013
 
Blick in die Zukunft: Entwicklung und Nachhaltigkeit gehören zusammen
 
Zum heutigen Abschluss der diesjährigen Vollversammlung der Vereinten Nationen (VN) in New York erklärt Thilo Hoppe MdB:
 
Im Mittelpunkt der Vollversammlung standen die im Jahr 2000 von 189 Staatschefs verabschiedeten Millenniumentwicklungsziele (MDGs). Durch die Umsetzung dieser Ziele sollen bis 2015 die größten globalen Probleme wie Hunger, Armut, Kinder- und Müttersterblichkeit bekämpft werden.
 
Zwar sind Fortschritte in fast allen der acht Ziele und 21 Unterpunkte zu sehen. Wir müssen uns jedoch eingestehen, dass es sehr schwer wird, alle Ziele bis 2015 zu erreichen. So zeigen beispielsweise die heute veröffentlichten Zahlen der Welternährungsorganisation, dass noch immer 842 Millionen Menschen und damit jeder achte Mensch auf dieser Erde hungert.
 
Insbesondere in Sub-Sahara-Afrika sind die Lebensbedingungen für viele Menschen sehr schwierig: 48 Prozent der Menschen leben noch immer in extremer Armut, jeder vierte Mensch hungert und jedes neunte Kind unter fünf Jahren stirbt - zumeist an vermeidbaren Krankheiten.
 
Auch für die Zeit nach 2015 bleiben die Herausforderungen für die Weltgemeinschaft also enorm. Eine wichtige Aufgabe wird darin bestehen, künftig die Entwicklungsagenda mit der Umweltagenda zusammenzubringen. Wir begrüßen daher die Forderung Ban Ki Moons nach einer einzigen Agenda mit für alle Länder gültigen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitszielen.
 
Hierzu haben bereits weltweit Menschen, die in einem breit angelegten Partizipationsprozess befragt wurden, visionäre Vorstellungen formuliert. Diese müssen von den Politikern und Politikerinnen jetzt aufgegriffen werden. Dazu gehört, dass die neue Agenda auf den Menschenrechten basiert und dass die strukturellen Ursachen von Armut, Ungleichheit und Zerstörung der Umwelt angegangen werden. Den Industrieländern mit ihrem enormen Ressourcenverbrauch kommt die Verantwortung zu, einen gesellschaftspolitischen Paradigmenwechsel einzuleiten und für die Finanzierung der Umsetzung der Agenda im besonderen Maße aufzukommen.
 
 



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