Dienstag, 29. Oktober 2013

BMU Pressedienst Nr. 155/13 -- Umwelt/Pilotprojekt

Umwelt/Pilotprojekt
Bundesumweltministerium fördert innovatives
Verfahren in der Aluminiumindustrie

Das Bundesumweltministerium fördert ein innovatives Vorhaben der AMS
Gusstechnologie GmbH aus Rudersberg (Baden-Württemberg) mit rund 221.000
EUR aus dem Umweltinnovationsprogramm. Das Unternehmen wird die Produktion
von Aluminiumdruckgussteilen effizienter gestalten.

Die AMS Gusstechnologie GmbH plant eine neuartige Anlage zur
elektromagnetischen Behandlung von Aluminiumschmelzen. Damit kann bei der
Herstellung von Druckgussteilen der Einsatz von Energie und von Material
erheblich reduziert werden. Das Unternehmen ist ein wichtiger Lieferant,
unter anderem für die Automobilindustrie, die Wind- und Solarbranche, den
Haushaltswarensektor als auch den Ersatzteilmarkt.

Bei der Herstellung von Aluminiumdruckgussteilen wird Aluminium in
flüssigem Zustand in eine Stahlform gegossen. Bei herkömmlichen
Verfahren wird die Schmelzflüssigkeit über den Schmelzpunkt hinaus
erhitzt, unter anderem um den Ausschuss zu minimieren. Insgesamt wird
dadurch mehr Energie benötigt als für das bloße Schmelzen notwendig
wäre. Auch fällt ungefähr doppelt so viel Schmelze an, als das fertige
Gussstück wiegt.

Kern des Vorhabens der AMS Gusstechnologie GmbH ist ein Keramiktiegel, der
von einer elektromagnetischen Spule umgeben ist, die das geschmolzene
Material in eine zentrifugale Bewegung versetzt. Hierdurch gewinnt die
Legierung Eigenschaften, die beim späteren Gießen eine Reihe von
Vorteilen bringt: Das Material verformt sich weniger stark, wird weniger
porös und bildet weniger Risse. Insgesamt kann die Gießtemperatur von
rund 720 Grad auf rund 640 Grad abgesenkt werden. Dies führt zur
Reduzierung des Erdgaseinsatzes beim Schmelzprozess um rund 29 Prozent und
damit verbunden zur Verringerung der Kohlendioxidemissionen um bis 165
Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Auch kann der Aluminium-Ausschuss halbiert
werden.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische
Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss
über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter
haben.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Vorhaben unter:
http://www.umweltinnovationsprogramm.de/projekte

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Herausgeber: Bundesumweltministerium, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Dr. Dominik Geißler (verantwortlich), Nikolai Fichtner, Jürgen
Maaß, Nicole Scharfschwerdt und Frauke Stamer
Telefon: 030 18 305-2010 Fax: 030 18 305-2016
E-Mail: presse@bmu.bund.de Internet: www.bmu.de/presse
Twitter: www.twitter.com/BMU_de Youtube: www.youtube.de/umweltministerium

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