Mittwoch, 23. Oktober 2013

BMU Pressedienst Nr. 154/13 -- Umwelt/Pilotprojekt

Bundesumweltministerium fördert innovatives Druckver-fahren für Dekore

Die Interprint GmbH aus Arnsberg (Nordrhein-Westfalen) führt ein digitales
Druckverfahren ein, um Dekore für die Möbel- und Holzstoffindustrie
energie- und ressourceneffizient herzustellen. Das Bundesumweltministerium
fördert dieses innovative Pilotprojekt mit 1.644.000 Euro aus dem
Umweltinnovationsprogramm.

Ziel des Vorhabens ist es, den bisher in der Branche üblichen Tiefdruck
durch Digitaldruck zu ersetzen. Im Vergleich zum Tiefdruckverfahren kann
damit der Primärenergiebedarf jährlich um rund 440.590 Kilowattstunden
gesenkt sowie Kohlendioxidemissionen in Höhe von rund 678.372 Kilogramm
vermieden werden. Außerdem reduzieren sich der Ausschuss an Papier um
344.000 Kilogramm sowie der Verbrauch an Wasser um 1.163 Kubikmeter, an
Kupfer um 4.183 Kilogramm und an Chromsäure um 693 Kilogramm pro Jahr.

Bisher war die Herstellung von Farbdrucken sehr energieintensiv, da drei
bis vier Druckzylinder hintereinander geschaltet und nach jedem
Druckzylinder die bedruckte Papierbahn jeweils ge-trocknet werden musste.
Bei dem neuen Verfahren wird die Druckvorlage digital mit einem
Inkjet-Drucker koloriert. Die Papierbahn wird unter den feststehenden
Druckköpfen hindurch transportiert und in nur einem Drucklauf bedruckt.
Der Digitaldruck benötigt nur wenige Meter Papiervorlauf bis ein fertiges
Produkt hergestellt werden kann. Energie wird lediglich für das Umwälzen
der Farben, den Transport der Papierbahnen und das einmalige Trocknen der
Farben sowie für die Klimatisierung benötigt. Bei erfolgreichem
Projektverlauf kann demonstriert werden, dass die mit dem digitalen
Druckverfahren hergestellten Dekore qualitativ denen des energie- und
ressourcenintensiven Tiefdruckverfahrens entsprechen.

Die Technologie ist auf fast alle Dekordrucke, die für die Möbel- und
Holzstoffindustrie hergestellt werden, übertragbar. Das Vorhaben leistet
einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz
in der Druckindustrie.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische
Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss
über den Stand der Technik hin-ausgehen und sollte
Demonstrationscharakter haben.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Vorhaben unter:
http://www.umweltinnovationsprogramm.de/projekte

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Herausgeber: Bundesumweltministerium, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Dr. Dominik Geißler (verantwortlich), Nikolai Fichtner, Jürgen
Maaß, Nicole Scharfschwerdt und Frauke Stamer
Telefon: 030 18 305-2010 Fax: 030 18 305-2016
E-Mail: presse@bmu.bund.de Internet: www.bmu.de/presse
Twitter: www.twitter.com/BMU_de Youtube: www.youtube.de/umweltministerium

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