Donnerstag, 10. Oktober 2013

BMU Pressedienst Nr. 149/13 -- Chemikalien/Internationales

Berlin, 10. Oktober 2013

Chemikalien/Internationales
Neues Umweltabkommen soll Ausstoß von Quecksilber weltweit eindämmen

Die Bundesrepublik Deutschland hat die neue Quecksilber-Konvention der
Vereinten Nationen unterzeichnet. Die sogenannte „Minamata-Konvention"
zur Eindämmung von Quecksilberemissionen wurde mit dem heutigen Abschluss
der Zeichnungszeremonie von über 110 Staaten, darunter Brasilien, China,
Südafrika und Mexiko, sowie der EU gezeichnet.

Ziel des Abkommens ist es, den Ausstoß von Quecksilber weltweit
einzudämmen und so Menschen und Umwelt vor dieser gefährlichen Substanz
zu schützen. So soll die Eröffnung neuer Quecksilberminen in den
Vertragsstaaten verboten werden. Die Verwendung von Quecksilber in der
Industrie wird erheblich eingeschränkt. Für die Lagerung und Behandlung
von quecksilberhaltigen Abfällen soll es Mindeststandards geben. Die
Konvention sieht zudem einen Überwachungsmechanismus vor, der die
Einhaltung der Anforderungen sichern soll.

Benannt wurde das Abkommen nach der japanischen Stadt Minamata, wo Mitte
der 50er Jahre Tausende Menschen durch quecksilberhaltige Abwässer eines
Chemiewerks vergiftet wurden. Dieser Fall war eine der ersten
gesundheitlichen Katastrophen, die durch die falsche Handhabung von
chemischen Abfällen ausgelöst wurde.

Quecksilber ist ein hochgiftiges Schwermetall, das in hoher Dosierung
tödlich ist. Aufgrund seiner hohen Flüchtigkeit breitet es sich in der
Atmosphäre weiträumig aus. So gelangen beispielsweise jedes Jahr - oft
weitab von der Quelle - etwa 200 Tonnen Quecksilber in die Arktis. Dort
wird das Schwermetall von Fischen aufgenommen und kann so auch in
Deutschland in die Nahrungskette gelangen.

Nach der heutigen Zeichnung wird die Konvention in Kraft treten, wenn
mindestens 50 Zeichnerstaaten das Übereinkommen ratifiziert haben. In
Deutschland muss der Bundestag unter Beteiligung des Bundesrates dem
Abkommen noch zustimmen.

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Redaktion: Dr. Dominik Geißler (verantwortlich), Nikolai Fichtner, Jürgen
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