Mittwoch, 24. Juli 2013

BMU Pressedienst Nr. 111/13 -- Forschung/Gewässerschutz

Berlin, 24. Juli 2013

Gemeinsame Pressemitteilung
mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)


Expertise im Gewässerschutz wird in Leipzig gebündelt
Bundesumweltministerium begrüßt Ansiedelung des europäischen
Themenzentrums Wasser beim UFZ

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig soll künftig
die in der EU vorhandene Expertise zur Beobachtung und Bewertung
europäischer Wasserressourcen und Gewässer bündeln. Das UFZ übernimmt
zunächst für den Zeitraum von 2014 bis 2018 die Leitung des
Europäischen Themenzentrums für Inland-, Küsten- und Meeresgewässer.
Die Bundesregierung erhofft sich dadurch weiterführende Informationen
über den Zustand der europäischen Gewässer. Dies dient dem Umweltschutz
und dem Ressourcenschutz.

Die europäische Wasserpolitik ist für Deutschland wegen seines Anteils an
den europäischen Flussgebieten und Meeren von zentraler Bedeutung. Die
Bundesregierung hat daher ein Interesse daran, dass die Informations- und
Datengrundlage der europäischen Wasserpolitik ein hohes Qualitätsniveau
hat. Das jetzt von der Europäischen Umweltagentur (EUA) beauftragte
hochkompetente Netzwerk unter Federführung des UFZ wird hier einen
wesentlichen Beitrag leisten. Es besteht aus einem Netzwerk von 17
kompetenten Forschungseinrichtungen, Organisationen und nationalen
Ämtern aus 11 europäischen Staaten, darunter das Umweltbundesamt.

Wesentliche Aufgabe des Themenzentrums ist die Unterstützung und Beratung
der EUA bei der Zusammenführung, Auswertung und Bewertung von Daten zur
Nutzung und zum Zustand der Wasserressourcen und der Binnen-, Küsten- und
Meeresgewässer in Europa. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur
Weiterentwicklung der europäischen Informationssysteme für Umwelt und
Wasser geleistet. Dies ist nicht zuletzt für interessierte Bürger von
Bedeutung. Ein zweites zentrales Aufgabenfeld wird sein, Indikatoren zur
Vorbereitung politischer Entscheidungen sowie zur Überprüfung des
Erfolgs europäischer Vorgaben zu entwickeln. Darüber hinaus soll
untersucht werden, wie der Wasserhaushalt auf den Klimawandel –
insbesondere auf Extremereignisse wie Überflutungen und Dürren –
reagiert. Mit diesen Arbeiten unterstützt das Themenzentrum maßgeblich
die Umsetzung der Wasser- und der Meeresstrategierahmenrichtlinien der EU
sowie der Strategie zum Schutz der europäischen Wasserressourcen.

Das UFZ ist mit über 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der
bedeutenden nationalen Forschungseinrichtungen im Umweltbereich in Europa
und verfügt über eine weitreichende Expertise im Wasserbereich. Die
Fachkompetenz des Forschungszentrums reicht von der Gewässerbiologie und
-chemie über die Ökotoxikologie, Bodenphysik und die Geohydrologie bis
hin zur Hydrologie ganzer Einzugsgebiete sowie Modellentwicklung und
Visualisierung. Hinzu kommt eine langjährige Expertise in der
sozioökonomischen Forschung. – denn um unterschiedliche Wasserprobleme
weltweit zu lösen, müssen qualitative, quantitative, ökologische,
technische und soziale Aspekte des Wassermanagements integriert betrachtet
werden.

Das UFZ wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert. Das
Bundesumweltministerium ist im Aufsichtsrat des UFZ vertreten.

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Herausgeber: Bundesumweltministerium, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Dr. Dominik Geißler (verantwortlich), Nikolai Fichtner, Jürgen
Maaß, Nicole Scharfschwerdt und Frauke Stamer
Telefon: 030 18 305-2010 Fax: 030 18 305-2016
E-Mail: presse@bmu.bund.de Internet: www.bmu.de/presse
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