Donnerstag, 16. Mai 2013

PM 0365-13 (DOSB verharmlost Probleme bei Sportgroßveranstaltungen)

PRESSEDIENST
» PRESSEMITTEILUNG NR. 0365/13
Datum: 16.05.2013

DOSB verharmlost Probleme bei Sportgroßveranstaltungen

Anlässlich der öffentlichen Anhörung im Sportausschuss vom 15. Mai 2013 zu unserem Antrag ,,Vergabekriterien für Sportgroßveranstaltungen fortentwickeln - Menschen- und Bürgerrechte bei Sportgroßveranstaltungen stärker berücksichtigen" erklärt Viola von Cramon, Sprecherin für Sportpolitik:

Die öffentliche Anhörung hat ein sehr einseitiges Bild wiedergegeben. Leider wurde unser Vorschlag, eine Menschenrechtsorganisation einzuladen, von der Koalition und der Fraktion die Linke abgelehnt. Dadurch entstand eine Schieflage bei der Anhörung, weil wichtige Akteure nicht beteiligt waren.

Der DOSB behauptete in der Anhörung, Kritik und Bedenken gegenüber olympischen Spielen innerhalb Deutschlands, seien ein spezifisch deutsches Problem. Dies bagatellisiert die Tatsache, dass olympische Spiele für die Masse der Anwohner mit großen Nachteilen verbunden sind. Der DOSB ist sich der Tragweite der gewichtigen Gegenargumente immer noch nicht bewusst und geht weiter nicht angemessen mit seiner gesellschaftlichen Rolle um.

Das ewig alte Argument des DOSB, der Sport könne nicht die Probleme der Politik lösen, ist zudem längst überholt. Sportgroßveranstaltungen haben eine gesellschaftliche Funktion und Probleme müssen deshalb von allen Beteiligten in einem transparenten und nachvollziehbaren Prozess gelöst werden. Die Verantwortlichkeit nur auf die Politik oder Sponsoren zu schieben, ist falsch. Es sind konkrete Probleme, die im Zusammenhang mit Sportgroßveranstaltungen entstehen. Sportverbände müssen daher mit NGOs ernsthaft zusammenzuarbeiten, um nicht den letzten Rest an positivem Image zu verlieren. In Sotschi arbeiten NGOs gegen den Widerstand der Regierung. Missstände bei Menschenrechten, Umweltschutz und Arbeitsbedingungen wurden aufgedeckt. IOC und DOSB interessiert dies allerdings nicht. Die olympische Charta hat scheinbar längst keinen Einfluss mehr auf das Gewissen des IOC.




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