Mittwoch, 22. Mai 2013

BMU Pressedienst Nr. 068/13 -- Internationales/Naturschutz

Berlin, 22. Mai 2013

Internationales/Naturschutz
Umweltministerium fördert Projekt zur Einrichtung eines Netzwerks mariner
Schutzgebiete in der Ostkaribik

Die ostkaribischen Inseln verfügen über eine besonders hohe Vielfalt an
biologischen Ressourcen, die durch Übernutzung, unzureichendes
Management, Umweltverschmutzung und die Folgen des Klimawandels stark
gefährdet ist. Diese natürlichen Ressourcen stellen für die Menschen in
der Region eine essentielle wirtschaftliche Basis dar. Zum Schutz und zur
nachhaltigen Nutzung der marinen Ressourcen unterstützt das
Bundesumweltministerium daher die ostkaribischen Inselstaaten bei der
Einrichtung eines effektiven Netzwerks mariner Schutzgebiete.

Das vom Bundesumweltministerium geförderte Vorhaben „Einrichtung eines
Klima-resilienten Netzwerks mariner Schutzgebiete in der Ostkaribik"
soll den Grundstein für die Einrichtung eines zukünftigen Bio-Korridors
in der Ostkaribik legen. Konkret geht es um bessere Daten- und
Informationssysteme und mehr Möglichkeiten der lokalen Bevölkerung, sich
an Planungen und Managementprozessen zu beteiligen. Außerdem sollen neue
Meeresschutzgebiete ausgewiesen und bestehende Schutzgebiete effektiver
und effizienter bewirtschaftet werden. Schließlich soll die finanzielle
und institutionelle Nachhaltigkeit des Schutzgebietsnetzwerks gestärkt
werden. Das Bundesumweltministerium hat für diese Zusammenarbeit im
Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) vier Millionen Euro
zugesagt.

Das Projekt des BMU unterstützt damit auch die „Caribbean Challenge
Initiative" (CCI). Diese während der achten Vertragsstaatenkonferenz
der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) 2008 gegründete
Initiative setzt sich dafür ein, die Erhaltung der Funktions-, Leistungs-
und Regenerationsfähigkeit der natürlichen Küsten- und Meeresressourcen
in der Karibik voranzutreiben. Die Regierungsvertreter aller sechs
Partnerländer des IKI-Projektes, von denen fünf Mitglieder der CCI sind,
haben sich jüngst während eines Treffens der Initiative deutlich für
das Projekt ausgesprochen.

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Herausgeber: Bundesumweltministerium, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Dr. Dominik Geißler (verantwortlich), Nikolai Fichtner, Jürgen
Maaß, Nicole Scharfschwerdt und Frauke Stamer
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